Arbeitseinsatz im Elsass

5. Juli 2019

Cernay / Geilenkirchen, 05.07.2019. Zum einhundertjährigen Jubiläum des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge engagieren sich Geilenkirchener Soldaten bei der Grabpflege in Frankreich.

Sie wollen nicht zurück in das heimatliche Geilenkirchen fahren, bevor sie die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten am Soldatenfriedhof in Cernay zur Gänze abgeschlossen haben. 
Ein Dutzend Soldaten und zivile Mitarbeiter des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) unter Führung ihres Kommandeurs, Brigadegeneral Peter Braunstein arbeiten derzeit mit großem Eifer auf dem Gräberfeld. 
„Wir wollen die bereits im letzten Jahr begonnene Arbeit hier in jedem Fall abschließen. Dies ist meinen Soldaten, zivilen Mitarbeitern und mir wichtig“, sagt dazu Peter Braunstein. Der General war, so wie die Mehrheit seiner Mitarbeiter, ebenfalls im Vorjahr mit dabei, als man bereits einige Tausend Grabkreuze aufbereitet und weitere Pflegearbeiten ausgeführt hatte. „Wir nutzen diesen Einsatz auch ganz bewusst wieder als Maßnahme im Rahmen der politischen Bildung;“, führt der Kommandeur weiter aus, „so unterstützen wir die wichtige Arbeit des Volksbundes, der vor genau 100 Jahren gegründet wurde und setzen uns gleichzeitig mit unserer eigenen Geschichte auseinander.“ Daher gehören neben weiteren Exkursionen, auch ein Besuch der Gedenkstätte am Hartmannsweiler Kopf ebenso zum Programm der Geilenkirchener Soldaten und zivilen Mitarbeiter, wie eine Gedenkfeier, die sie gemeinsam mit Vertretern des Volksbundes und ihrer französischen Partner-Verifikationsorganisation durchführen werden. 

Besondere große Anerkennung findet die Arbeit seiner Mitarbeiter auch beim Inspekteur der Streitkräftebasis. Generalleutnant Martin Schelleis besuchte gestern das Team und nahm nicht nur an der Führung am Hartmannsweiler Kopf teil, er legte auch selbst bei den Arbeiten mit Hand an. „Es ist großartig, was hier geleistet wird. Alle sind mit Feuereifer dabei. Das ist wirklich aktive Auseinandersetzung mit unserer Geschichte.“, lobte der Inspekteur den Einsatz der Geilenkirchener. 
Die werden auf dem Friedhof in Cernay bei den sommerlichen Temperaturen sicher noch einige Schweißtropfen vergießen, um dann zum Abschluss ihres zweiwöchigen Aufenthalts auch vermelden zu können, dass alle Gräber der etwa 8.500 bestatteten Soldaten wieder gut hergerichtet sind.

 

Text und Fotos: ZVBw

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