Aus Australien, Niederlande, England und Neuseeland…

8. August 2019

... kamen die Besucher zu der Kriegsgräberstätte des 1. Weltkrieges in Fricourt (Frankreich). Hier waren Reservisten aus Rheine, Münster, Epe und zwei Soldaten des DEU/NLD Corps aus Münster im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. unter Leitung von OLt. d. R. Wilfried Hötzel tätig.

Es wurden viele Meter Fugen der Gemeinschaftsgräber gereinigt und erneuert. Mit Hammer und Meißel wurden die Fugen gesäubert und anschließend neu verfugt. Eine ungewohnte Arbeit, auch in einer Höhe von nur wenigen Zentimetern über dem Boden - und die Temperatur von über 30° C tat ihr übriges. „Daumen hoch“ war die Antwort des französischen Mitarbeiters des für diesen Friedhof zuständigen Pflegehofes in der Region  Somme bezogen auf die Qualität der Arbeit.

11.970 Kriegstote waren in den Gemeinschaftsgräbern begraben. 6.477 davon ohne Namen. Insgesamt sind 17.027 Gefallene auf dieser Kriegsgräberstätte bestattet. Der bekannteste vor seiner Umbettung war Manfred Frh. von Richthofen, auch als der „rote Baron“ bekannt. In der zweiten Arbeitswoche nahmen die Teilnehmer an einer Gedenkfeier zum Gedenken an die Schlacht an der Somme teil. Eine Gedenkfeier, in der auch ein Kranz der Deutschen Botschaft niedergelegt wurde. In einigen Augen sah man Tränen, als das französische Totensignal und „ich hatte einen Kameraden“ gespielt wurden.

Bei den Gesprächen mit den Besuchern auf der Kriegsgräberstätte wurde immer wieder deutlich: jedes Kreuz ist eines zuviel! Aber auch Dank und Anerkennung wurde den Teilnehmer des Pflegeeinsatzes gezollt.

Den Pflegeeinsatz beendeten die Reservisten und Soldaten mit einer kleinen Gedenkfeier und Kranzniederlegung am letzten Einsatztag.

Roland Schmitt, der Beauftragte des Volksbundes, der bei der Gedenkfeier anwesend war, bedankte sich bei den Teilnehmern und überreichte jedem von Ihnen für ihren geleisteten Einsatz eine Dank-Urkunde. Desweiteren erhielten drei Reservisten für Ihre langjährige Unterstützung des Volksbundes die Verbandsnadel in Bronze.

 

Text und Fotos: Wilfried Hötzel

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