Einem Dank im Besucherbuch …

26. Juli 2018

der Kriegsgräberstätte Marigny (Normandie) konnten die Reservisten der Kreisgruppe Steinfurt und die Soldaten der Luftwaffenunterstützungsgruppe aus Kalkar entnehmen, dass die Arbeit der Pfleger vor Ort, der Reservisten und der Soldaten immer wieder Beachtung und Anerkennung findet.

Der Eingangsbau dieses Friedhofes ist im Charakter der alten normannischen Dorfkirche gehalten und fügt sich mit seinem Bruchsteinmauerwerk in die Landschaft ein. Auf diesem Friedhof fanden 11.169 Opfer der Landungskämpfe in der Normandie ihre letzte Ruhe. 1957 hat der Umbettungsdienst des Volksbundes aus zahlreichen kleinen Anlagen und Feldgräbern die Gefallenen auf den Soldatenfriedhof von Marigny umgebettet und ihn dann 1961 eingeweiht.

Unter der Leitung von OLt d.R. Wilfried Hötzel wurden über 1200 Grabsteine neu verlegt. Bei Temperaturen von über 25° und einer leichten Atlantikbrise wurden die nicht leichten, abgesackten Grabplatten mit dem Betonfundament ausgehoben. Dann mit Kies etwas aufgefüllt, verdichtet und anschliessend wieder eingesetzt. Ein Teil der Grabplatten musste auf dem Betonfundament neu verklebt werden. Zum Schluss wurden die Grabplatten mit viel Wasser und Bürste gereinigt.

Manchmal verweilte man vor den Gräbern und starrte darauf; keine 18 Jahre war der Soldat geworden oder ein unbekannter Deutscher Soldat. Wie viele ungeklärte Schicksale.

Gespräche mit Besuchern verschiedener Nation bestärkte die Reservisten und Soldaten in Ihrer Arbeit. Besucher die dankbar waren, nicht nur für die Pflege der Gräber Ihrer Angehörigen hier auf einer Kriegsgräberstätte in der Normandie sondern auch auf den anderen Soldatenfriedhöfen.

Ein Besuch des Soldatenfriedhofes Huisnes-sur-Mer, der die Form eines Mausoleums hat und der faszinierenden Klosterinsel Mont-Saint-Michel, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. So wie der Besuch von Sainte-Mère-Église, der Batterie d‘Azeville, Omaha Beach und dem Amerikanischen Soldatenfriedhof Colleville-sur-Mere am Atlantik gehörten dazu. Zu kurz war das anstrengende Wochenende um alles zu sehen und zu begreifen. Jedoch hat es bei jedem einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Untergebracht war die Gruppe in einem Ferienhaus in Tribehou. Das hiess auch vor und nach getaner Arbeit noch kochen und selbst verpflegen.

Zum Gedenken legten die Soldaten und Reservisten am Ende ihres Einsatzes einen Kranz für die dort bestatteten Kriegstoten nieder und gedachten auch ihrer gefallenen Bundeswehrkameraden.

In einem war man sich einig: nicht ob wir im nächsten Jahr fahren, sondern wann fahren wir.

 

Text und Fotos: Wilfried Hötzel

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