Den Schrecken vor Augen

Schüler der Krollbachschule folgen den Spuren des Ersten Weltkriegs nach Belgien

9. Dezember 2019

Hövelhof. Der Erste Weltkrieg, Flandern, Mythen und Erinnerungskultur – was auf dem ersten Blick für viele junge Menschen sehr fern wirkt, wurde für 15 Schülerinnen und Schüler der Krollbachschule vier Tage lang erfahrbar. Eine Gruppe aus den Jahrgängen 9 und 10 fuhr unter der Leitung von Frau Bolte (Schulsozialarbeiterin) und Frau Schäfer (Konrektorin) ins belgische Flandern. Die Fahrt wurde in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Stiftung Gedenken und Frieden, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und des Fördervereins der Krollbachschule durchgeführt. Die inhaltliche Vorbereitung erfolgte im Wahlpflichtunterricht „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Jahrgangs 9/10.

In Flandern suchte die Gruppe ausgehend von der Begegnungsstätte Lommel mehrere Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auf. Im Rahmen der Fahrt besuchten die Schüler den Soldatenfriedhof Lommel (Zweiter Weltkrieg), auf dem sie auch Kriegsgräber pflegten (siehe Foto), den sogenannten Studentenfriedhof Langemark (Erster Weltkrieg) und den britischen Soldatenfriedhof Tyne Cot in Passendale (Erster Weltkrieg). Außerdem erkundeten sie das „Flandern Fields Museum“ in Ypern und nahmen am Menentor an der Zeremonie „The Last Post“ teil. Darüber hinaus setzten sie sich in einem Workshop unter anderem mit Einzelschicksalen aus Vergangenheit und Gegenwart auseinander.

Am letzten Tag begleiteten die Schülerinnen und Schüler in Langemark eine offizielle feierliche Einbettung von 84 deutschen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Die Toten waren bei archäologischen Arbeiten an der früheren Stellung „Hill 80“ bei Wijtschate gefunden worden. Vor über 800 Menschen, darunter auch Botschafter aus Deutschland, Belgien, England und weitere geladene Gäste, brachten die Schüler ihre persönlichen Gedanken zu Krieg und Frieden ein und erinnerten die Teilnehmer daran, dass in vielen Ländern aktuell Krieg und kriegsähnliche Zustände herrschen. Die Schülerinnen und Schüler waren mit diesem Beitrag auch an der NRW-Landesfeier zum Volkstrauertag Mitte November in Hövelhof beteiligt (siehe Link).

Die hautnahe Begegnung mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Eindruck. Sie waren bewegt, ergriffen und auch sprachlos über die große Anzahl an Toten sowie die Schrecken und die Unmenschlichkeit der Kriege.

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