Lemgo

 

Die Stadt Lemgo trat am Freitag, dem 5. Juni 2020,
offiziell als 64. Mitgliedsstadt dem Deutschen Riga-Komitee bei.

 

Ansprechpartnerin der Stadt Lemgo für das Riga-Komitee ist

Frau Annette Paschke-Lehmann

 

Alte Hansestadt Lemgo
Der Bürgermeister
Geschäftsbereich Kultur
Rathaus, Marktplatz 1
32657 Lemgo
Telefon: + 49 (0) 5261 / 213 210
Telefax: + 49 (0) 5261 / 213 5210

E-Mail: a.paschke-lehmann(at)lemgo.de

 

Lemgo erinnert an jüdische Opfer in Riga

Die Stadt tritt dem Deutschen Komitee bei. 40 Menschen aus dem Altkreis Lemgo kamen 1941/42 in Lettland ums Leben. 

Die Stadt Lemgo ist dem Deutschen Riga-Komitee beigetreten. Aufgabe des Komitees ist es, an das Schicksal von mehr als 20.000 Deutschen jüdischen Glaubens zu erinnern, die in den Jahren 1941/42 nach Riga deportiert wurden. Die meisten von ihnen wurden im Wald von Bikernieki ermordet. 

„Mit seiner Entscheidung zum Beitritt trägt der Rat der Stadt Lemgo dazu bei, die Erinnerung an die während der Nazidiktatur deportierten und ermordeten Bürger jüdischen Glaubens wachzuhalten und ein ehrendes Gedenken zu sichern“, sagte Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, als er die Beitrittserklärung in Gegenwart der Regierungspräsidentin Judith Pirscher unterzeichnete. 40 Männer, Frauen und Kinder aus dem Altkreis Lemgo wurden nach Riga deportiert, unter ihnen Rosalie Gumpel und Paula Juchenheim aus Lemgo. 

Den Beitritt angeregt hatte der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Manfred Behrend, dem Bürgermeister Dr. Austermann ausdrücklich für diese Anregung und sein großes Engagement dankte. Lemgo ist damit laut Presseerklärung die 64. Stadt in Deutschland und die sechste Stadt in Ostwestfalen-Lippe, die diesem Komitee beigetreten ist. 

Initiiert wurde das Riga-Komitee vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der in Riga in Zusammenarbeit mit den lettischen Partnern und der Stadtverwaltung Riga eine Gräber-und Gedenkstätte errichtet hat und mit der Pflege der Anlage und der Begegnung von deutschen und lettischen Jugendlichen die Erinnerung aufrecht erhält. 

Regierungspräsidentin Judith Pirscher: „Die besondere Gedenk- und Bildungsarbeit des Riga-Komitees schafft Anstöße, sich den Themen Verfolgung, Vernichtung, Ausgrenzung und Hass immer wieder neu zu stellen und sich immer wieder für Versöhnung, Frieden und Toleranz einzusetzen. Der Stadt Lemgo und allen anderen beteiligten Kommunen gebührt dafür Dank und Anerkennung für einzigartige erinnerungskulturelle Städtepartnerschaft.“ 

Quelle: Lippische Landeszeitung / Alte Hansestadt Lemgo

Dr. Reiner Austermann und Regierungspräsidentin Judith Pirscher bei der Unterzeichnung der Beitrittsurkunden. FOTO: ALTE HANSESTADT LEMGO