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Gedenkveranstaltung Plötzensee
JAK gedenkt den Opfern von Terrorherrschaft
16. November 2019
  • Berlin

Auch in diesem Jahr hat der Jugendarbeitskreis des Volksbundes im Landesverband Berlin seine jährliche Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Plötzensee am Samstag vor dem Volkstrauertag abgehalten. In der ehemaligen NS-Haftanstalt Plötzensee gedachte der JAK den Opfern der Terrorherrschaft des Nationalsozialismus sowie allen anderen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. In Plötzensee wurden im Zeitraum von 1933 bis 1945 2891 Menschen aufgrund von Unrechtsurteilen hingerichtet.

Insgesamt besuchten die Gedenkfeier rund 150 Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft. Neben Vertretern von Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses konnten auch diplomatische Vertreter aus verschiedenen Staaten begrüßt werden. Außerdem waren die Gewinner und Gewinnerinnen des deutsch-französischen Comic-Wettbewerbs und die Teilnehmenden der deutsch-polnischen Jugendbegegnung zugegen. Diese Begegnung hat sich bei der Gestaltung der Gedenkveranstaltung eingebracht. Durch das Vortragen eines Gedichtes und das Vorlesen des Totengedenkens, auf deutscher und polnischer Sprache, waren Ihr Einbringen eine Bereicherung für das Event.

Unter dem Motto “Frieden braucht Mut” hielt Sophie Rothe, die Sprecherin des JAK Berlins, eine Rede über die Bedeutsamkeit von Haltung, das Leben in Frieden und das Engagement, welches es braucht, um ihn zu bewahren. Die Musikbeiträge, welche von Lisa Illner (Gesang), Wolfgang Pfau (Violine) und Ikumi Masubuchi (Klavier) dargeboten wurden rahmten die Veranstaltung wunderschön ein. Die Moderatoren Jonathan Hilker und Marie Pagel stellten kurz die biografischen Bezüge der Komponisten dar und zeigten damit den jeweiligen individuellen Bezug zu den Opfern des Nationalsozialismus auf. Nach einem Gedicht von Sophie Eisenhardt, welches viele zum Nachdenken über die Bedeutung von Frieden angeregt hatte, gab es eine Kranzniederlegung. Wobei es 14 Kränze von Fraktionen, Organisationen und Vereinen gab und drei symbolisch für diese große Anteilnahme, niedergelegt wurden.