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Stilles Gedenken - 75 Jahre Kessel von Halbe
Gedenkfeier des Volksbundes im Rahmen der aktuellen Infektionsschutzgesetze
30. April 2020
  • Brandenburg

Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint. Ein Ort der Stille und des Friedens ist der Waldfriedhof in Halbe im Jahr 2020. Wie anders war die Situation vor genau 75 Jahren. Sowjetische und deutsche Truppen standen sich in der letzten großen Schlacht vor den Toren Berlins gegenüber. Zigtausende Männer, aber auch Frauen und Kinder überlebten die Schlacht nicht, die als "Kessel" von Halbe" in die Geschichtsbücher einging. Fast 26.000 deutsche Gefallene fanden ihre letzte würdige Grabstätte hier auf dem Waldfriedhof, der größten Kriegsgräberstätte in Deutschland.

19 Personen haben sich zum stillen Gedenken in Halbe getroffen. Der Pandemie gehorchend natürlich auf Abstand. Für Landesgeschäftsführer Oliver Breithaupt ist es wichtig, dass der Volksbund auch in schweren Zeiten, seinem Auftrag gerecht wird. Und dazu gehört auch, an den Gräbern der Gefallenen zum Frieden zu mahnen und an die Menschen zu erinnern, die gut eine Woche vor Ende des Zweiten Weltkrieges noch einen schrecklichen und sinnlosen Tod starben.

"Wir gedenken heute, am 30. April 2020, der Toten der Schlacht von Halbe, der Toten der Weltkriege, der Toten der Gewaltherrschaft und der Toten unserer Zeit, denen die Hoffnung auf Frieden, ein Überleben und ein Zuhause nicht vergönnt war. Möge unsere kleine Zusammenkunft, hier am Ehrenmal, auch als Zeichen des Rechts auf  Erinnerung verstanden werden. Einer Erinnerung, aus der wir mit unserem Tun die Kraft schöpfen für das Werk zur Verständigung unter den Völkern, zur Versöhnung unter den Menschen und zur Vernunft in unserem eigenen Hoffen und Glauben auf diese Gebot", sagte Oliver Breithaupt.

Der Corona-Pandemie geschuldet, wurde die ursprüngliche Planung angepasst. War noch zu Jahresbeginn eine große Gedenkveranstaltung mit Einbettung von Gefallenen für den Jahrestag vorgesehen, so musste die Versammlung im Rahmen der geltenden Vorschriften im kleinen Rahmen inkl. Bundeswehrabordnung der Offizierschule des Heeres Dresden und der Landespolizei abgehalten werden. An dieser historisch einmaligen Gedenkfeier nahmen u.a. teil: Landesvorsitzender Gunter Fritsch, Landtagspräsident a.D., Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Elbe-Elster, Bundeswehrbeauftragter Frank Baganz, Bundesvorstand Detlef Fritsch, Landesgeschäftsführer Sachsen, Dr. Dirk Reitz, Thomas Kralisch und Rico Roggenbuck, Amt Schenkenländchen sowie Angela Döring, Gemeinde Halbe.

Das "Lied vom guten Kameraden" wurde vom Bundeswehrbeauftragten des Volksbundes Max Freiherr von Korff auf der Trompete geblasen.

Kein Titel

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