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Pressemeldungen

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Pflegeeinsatz in Trondheim: Soldaten als Volksbund-Botschafter

Starkes Engagement in Norwegen – Silbernes Ehrenkreuz für Holger Baum vom NATO-Joint Warfare Centre Stavanger

Fortsetzung folgt? Wenn es nach den elf Bundeswehrsoldaten geht, die die Kriegsgräberstätte Trondheim-Havstein in Norwegen wieder instand gesetzt haben, darf gerne ein weiterer Einsatz folgen. Die treibende Kraft dahinter hatten sie in den eigenen Reihen: Holger Baum. Für sein Engagement verlieh ihm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. das Silberne Ehrenkreuz.
 

Der Stabsfeldwebel ist im Joint Warfare Centre der NATO in Stavanger stationiert. 2023 plante und organisierte er einen ersten Pflegeeinsatz mit Soldaten seiner Dienststelle in Bergen-Solheim.

„In den vergangenen sieben Jahren hat er auch die Spendensammlung im Joint Warfare Centre initiiert und vorbereitet und dadurch jeweils ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt”, betonte Joachim Schmidt, Volksbund-Bundeswehrbeauftragter fürs Ausland.

 

„Exzellenter Förderer und Botschafter“

Als Schmidt die Auszeichnung in Stavanger überreichte, nannte er Baum einen „exzellenten Förderer und Botschafter für den Volksbund in Norwegen”, der sich in besonderer Weise um die Kriegsgräberfürsorge verdient gemacht habe.

„Für die meisten Soldaten war Trondheim der erste Pflegeeinsatz für den Volksbund”, berichtet Holger Baum,  „ein besonderes Erlebnis, wo Kameradschaft mal außerhalb des normalen Dienstes gelebt wurde.” Auch die Konfrontation mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges habe großen Eindruck hinterlassen – vor allem die Gräber der vielen jungen Soldaten, die in Trondheim beigesetzt sind.

Es stimme nachdenklich, beim Reinigen der Grabzeichen die Namen zu lesen, „obwohl man nicht um jedes Schicksal weiß”, so der Stabsfeldwebel. Fünf Soldaten sind – wie er – in Stavanger stationiert, fünf weitere waren aus Husum angereist und gehören dort zum 7. Spezialpionierregiment 164.
 

Land und Leute kennenlernen

Die Arbeit in Trondheim, rund 1.000 Kilometer von Stavanger entfernt, bot auch Gelegenheit, Land und Leute von einer besonderen Seite kennenzulernen. Die Soldaten freuten sich über Zeichen der Anerkennung aus der Bevölkerung. Es gab freundliche Gespräche mit Passanten und von manchen sogar „Kanelboller“ (Zimtschnecken). Auch Kristin Offerdal, Honorarkonsulin im Verwaltungsbezirk Trøndelag, begrüßte die Gruppe mit diesem landestypischen Gebäck aus der eigenen Küche.

In Absprache mit den norwegischen Friedhofspflegern machte sich die Gruppe ans Werk: Sie reinigte nicht nur die 28 steinernen Symbolkreuzgruppen auf der Rasenfläche, sondern auch die 1.449 Grabplatten in 30 Reihen, die außerdem noch freigeschnitten werden mussten. 

Kupfer poliert, Dachrinne gesäubert

Ein Team befreite außerdem das gepflasterte Eingangsportal von Unkraut und verfüllte die Fugen neu, ein weiteres kümmerte sich um den Hauptweg. Nebenher polierten die Soldaten das Kupferschild am Eingang, die große schwere Eingangstür und reinigten auch die Dachrinne des Nebengebäudes. 

Als sehr positiv empfand die Gruppe um Hauptmann Tobias Müller (Kommandoführer) auch die Zusammenarbeit mit dem Friedhofspersonal, dem sie besonders für seine Unterstützung dankte, und mit der Friedhofsverwaltung Havstein.
 

Volksbund-Kranz niedergelegt

Am letzten Tag klang der Pflegeeinsatz mit gemeinsamem Gedenken aus. Einzelne Gäste und der TV Sender „NRK” waren dabei, als die Soldaten der Gefallenen in einer Schweigeminute gedachten und einen Volksbund-Kranz am großen Steinkreuz niederlegten.

 

Der Volksbund ist ...

… ein gemeinnütziger Verein, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland sucht, birgt und würdig bestattet. Mehr als 5.500 waren es im vergangenen Jahr. Der Volksbund pflegt ihre Gräber in 45 Ländern und betreut Angehörige. Mit seinen Jugend- und Bildungsangeboten erreicht er jährlich knapp 50.000 Menschen. Für seine Arbeit ist er dringend auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.
 

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