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Drei Männer mit Kappe udn Stroh

Feuerwehrsenioren Biberach leisten mehr als bloße Grabpflege

Arbeitseinsatz in Pomezia südlich von Rom bei mehr als 35 Grad

International sind die Feuerwehrsenioren Biberach unterwegs und unterstützen den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. engagiert mit ihrer Arbeitskraft. Nach Einsätzen am Pordoi-Pass in Italien (2023) und im Elsass (2024) waren sie in diesem Jahr zwei Wochen lang in Pomezia südlich von Rom aktiv. Damit setzen wir unsere kleine Serie zu Pflegeeinsätzen der Saison fort.
 

Bei ihrem siebten Auslandseinsatz im Volksbund-Auftrag ging es den zehn Männern auch um Völkerverständigung. Die Feuerwehr erweist sich dabei als starkes Bindeglied: Schnell entstand der Kontakt zur Feuerwehr im Küstenort Torvaianica. Trotz Sprachbarriere genossen die Gäste aus Deutschland eine Führung durch das Gerätehaus, regen Gedankenaustausch und kameradschaftliches Miteinander. 
 

Bank aus Oberschwaben mitgebracht

Auf der Kriegsgräberstätte Pomezia begannen die Arbeiten wegen der Hitze schon in den frühen Morgenstunden. Auf über 35 Grad kletterte das Thermometer an allen Tagen. Die Feuerwehrsenioren strichen das Empfangsgebäude und den Sanitärbereich neu, befreiten Wege von Unkraut, entrosteten und lackierten Holzbänke, Tische und Abfallbehälter und schnitten Hecken, Mauern und Steinkreuze frei. Wie bei früheren Einsätzen spendeten sie eine Sitzbank mit Inschrift.

 

An der Gedenkstunde zum Abschluss nahmen Vertreter der Kommune und der Carabinieri, der Feuerwehr Torvaianica und Einwohner teil. Nach der Kranzniederlegung erinnerte Hans Fuchs  von der Feuerwehr Alleshausen am Beispiel eines 19-Jährigen aus der Heimat daran, wie jung die getöteten Soldaten damals waren.

Er betonte, wie wichtig gute nachbarschaftliche Beziehungen über Grenzen hinweg für den Frieden seien und nannte die Städtepartnerschaft zwischen Ochsenhausen in Oberschwaben und dem italienischen Subiaco ein hervorragendes Beispiel. „Wir Feuerwehrleute sind zwar zum Arbeiten gekommen, wir wollen aber auch ein Zeichen setzen für die Versöhnung über die vielen Gräber hinweg“, so Hans Fuchs.
 

Fünf Schicksale waren bekannt  

Das Gebiet südlich von Rom war ab Mitte 1943 Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen den Achsenmächten Deutschland – Italien und den Alliierten. Die heftigen Kampfhandlungen, darunter die Schlacht um den Monte Cassino, forderten auf beiden Seiten viele Opfer.

Auf dem nach dem Krieg errichteten Friedhof in Pomezia ruhen inzwischen mehr als 27.000 deutsche Soldaten. Fünf von ihnen sind der Gruppe bekannt und stammen aus dem Kreis Biberach. Der Friedhof zählt zu den größten deutschen Kriegsgräberstätten in Italien.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier: Erneuter Einsatz der Biberacher Feuerwehrsenioren in Pomezia
 

Der Volksbund ist …

… ein gemeinnütziger Verein, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland sucht, birgt und würdig bestattet. Mehr als 5.500 waren es im vergangenen Jahr. Der Volksbund pflegt ihre Gräber in 45 Ländern und betreut Angehörige. Mit seinen Jugend- und Bildungsangeboten erreicht er jährlich knapp 50.000 Menschen. Für seine Arbeit ist er dringend auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.
 

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