Eins, zwei, tap...eins, zwei, tap...

Tanzunterricht und selbstgemachte Nudeln - Weihnachtsball mal anders!

16. Januar 2014

Die Kerzen warfen ihren flackernden Schein an die Wände des Ballsaales und tauchten den Saal in helles Gold, während hinter den hohen Fenstern das ländliche Butzbach-Bodenrod mit aufsteigendem Nebel eine märchenhafte Kulisse stellte. Dann ertönte zusammen mit getragener Musik eine Stimme und hieß die schick herausgeputzten jungen Gäste herzlich willkommen zum Weihnachtsball 2013 der Jugendarbeitskreise: In feinster Garderobe und bestens gestimmt hatten sich 30 junge Mitglieder der JAK versammelt, um auf das Jahr zurückzuschauen und sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Am Freitag fanden JAKies aus ganz Deutschland den Weg nach Hessen und trudelten nacheinander in das hübsch gelegene Selbstversorgerhaus mitten im Naturpark Hochtaunus ein, wo sie ein leckeres Abendessen in munterer Runde erwartete. Witzige Kennenlern-Spiele boten die Möglichkeit, ausgefallene Anekdoten und verborgene Talente zum Besten zu geben, und so begann das Wochenende mit einem gemütlichen Beisammensein bei Gitarrenmusik, Kicker-Begegnungen und Weihnachtsgebäck.

Doch wer schlemmen und schlafen kann, kann auch arbeiten! Genug der Rückblicke auf das bald vergangene Jahr; in der „Zukunftswerkstatt“ wartete nichts geringer als die Zukunft des Gedenkens im Allgemeinen und der Jugendarbeit im Volksbund im Besonderen auf Ideen und lebhafte Diskussionen. Angestoßen wurden sie von Roberts Input-Vortrag: Der JAKie aus Niedersachsen zeichnete die Geschichte des Volkstrauertags nach und gab einen Einblick in seine Entstehung, seine Entwicklung und nicht zuletzt in weit verbreitete Formen heutigen Gedenkens. Ob die zeitgemäß sind ist eine der vielen Fragen, die uns beschäftigten.  

Langsam rückte der legendäre Ballabend näher. Es gab noch so viel vorzubereiten! Das Küchenteam zauberte schon seit Stunden an einem formidablen Essen, der Raum wollte geschmückt werden, die Tische gedeckt, der Weihnachtsbaum aufgestellt ... Doch zunächst stand die wichtigste aller Vorbereitungen an: der Tanzkurs! Der Tanzlehrer fragte uns, wer schon mal getanzt hätte. Tanzen oder rumzappeln? Egal: Nach einigen „eins, zwei, tap, eins zwei, tap“ und „vor, seit, ran“ sah sich jede*r in der Lage, das Parkett erhobenen Hauptes zu betreten und es ebenso zu verlassen; neben den Tanzfertigkeiten wurde so manch eine Weisheit vermittelt („Der Mann ist der Rahmen und die Frau ist das Bild“) … was nicht ganz ohne Stutzen blieb, denn: „Was, wenn das Bild größer ist als der Rahmen?“. Wie auch immer, eifrig waren Bilder und Rahmen, Anfänger und Fortgeschrittene bei der der Sache: Ob Frau, ob Mann – munter wechselten die Tanzpartner*innen durch.

Aufpusten, in Schale werfen, zum Ballsaal – und schon war es soweit: Der Empfangsapfelsaft wurde gereicht; heiter wurde gequatscht, gelacht und gescherzt. Nach einiger Zeit bat man zu Tisch, an dem der erste von drei Gängen serviert wurde. Zwischen Feldsalat und Tomaten-Mozzarella-Bandnudeln erschien völlig unerwartet das Weihnachtskänguru. Unter Johlen der Anwesenden hüpfte es mit einem (Müll)sack voller Geschenke über der Schulter herein und beschwerte sich über die Unzuverlässigkeit seines Vorgesetzten, des Weihnachtsmannes. Wir bedankten uns recht herzlich für die Geschenke und wünschten ihm eine gute Heimreise nach Australien. Bis zum nächsten Jahr, liebes Känguru!

Bei der Wahl zum Weihnachtsballpaar erreichten Maxi und Philipp eine überragende Mehrheit, und so wurde ihnen die Ehre zuteil, die Tanzfläche zu eröffnen: Sie legten einen gekonnten Walzer aufs Parkett und eroberten die Herzen der Gäste. Nicht lange und es wirbelten die Paare umher, dass es eine wahre Freude war. Vom Walzer zum elsässischen Volkstanz über Boogie-Woogie, Disco-Fox und Freestyle: Am DJ-Pult gab es alles, was das Herz begehrte.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde der Abend ausgekostet, und wir sind uns sicherlich darin einig, dass die Arbeit, der Spaß und die Freude an diesem Ball und an diesem Wochenende die eines JAK-Jahres spiegeln; auf dass 2014 ebenfalls so schön abgeschlossen werde!

 Text: Lina Berg, Sprecherin JAK Sachsen-Anhalt

 

 

 

 

 

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