62. JAK-Treffen in Halbe

Das diesjährige Weihnachtstreffen fand in Halbe statt. Ein geschichtsträchtiger Ort, an den uns der Jugendarbeitskreis Brandenburg einlud. Ziemlich weit weg übrigens, dachte sich zumindest unser Bulli und blieb ungefähr 5 km vor Halbe stehen. Stunden und ein weiteres liegengebliebenes Auto unserer Kolonne später kamen wir schließlich ausgefroren an.

Am Samstag erwartete uns dann ein Planspiel über Extremismus und Demokratie, geleitet von Jonas Gruetzpalk vom Verfassungsschutz Brandenburg. Wir erhielten von ihm nicht nur interessante Einblicke in die Arbeit des Verfassungsschutzes, sondern waren auch selbst gefordert: Wir wurden zu Beginn verschiedenen Personengruppen zugelost - es gab drei Parteien (die der Freien, Gleichen und Sozialen), Linksextreme, Rechtsextreme, Islamisten, dazu kamen dann noch die Presse, die stets über die aktuelle Lage berichten sollte, und einige unentschlossene Bürger.

Ziel war es, in einer Bürgersitzung über das Gedenken auf dem Friedhof zu entscheiden. Nach einer hitzigen Vorbereitung mit immer neuen Nachrichten aus den anderen Gruppierungen begann schließlich die Diskussionsrunde, bei der sich erst zeigte, wie manche in ihren Rollen aufgingen. Es stellte sich heraus, dass - wie in der Realität leider viel zu oft auch - die Diskussion hauptsächlich von den Stimmen aus den Reihen der extremen Gruppen und der Bürger geprägt wurde. Die vorn sitzenden Gewählten hatten eigentlich nichts zu melden. Jede Gruppe wollte ihre Meinung durchsetzen. Die Diskussion wurde schließlich ziemlich laut, wirkliche Lösungen wurden jedoch nicht angeboten. Selbst nach Beendigung des Planspiels fiel es manchen schwer, ihre Rollen abzuschütteln. Eine interessante Erfahrung!

Etwas später besichtigten einige von uns den Waldfriedhof Halbe. Dort fand man, ob man wollte oder nicht, die ersehnte Stille und Ergriffenheit angesichts der hier ruhenden nahezu 24000 Toten. Auf dem Waldfriedhof haben nicht nur unzählige Soldaten, sondern auch Strafgefangene, Flüchtlinge und Zivilisten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Am Abend brachen wir, exklusiv gestylt mit Perücken und anderem Haarschmuck, zum "Goldenen Stern" auf. Dort gab es nach einer Adventskranzausstellung ein leckeres Abendessen und anschließend die Weihnachtsfeier. Als einen der Höhepunkte des Abends führten die Sachsen-Anhalter den "Traumweihnachtsbaum" auf. Der Applaus bestätigte, dass es eine sehr gelungene Vorstellung war. Außer Schlager gab es dann noch Karaoke und viel Tanzmusik.

 

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