123. JAK-Treffen in Zeithain

27. September 2018

Um nicht nach der Campsaison völlig einzurosten, war in diesem Jahr vom 07.09. bis 09.09.18 wieder ein JAK- Treffen geplant, bei dem wir die Harken geschwungen haben. Diesmal verschlug es uns nach Zeithain (in der Nähe von Riesa) an der Elbe. Hier befindet sich eine Gedenkstätte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Zeithain.

Am Freitagabend, nachdem 8 der 9 Teilnehmer in Kreinitz (Ort der Unterkunft) angereist waren, wurde gemeinsam das Essen zubereitet. Danach ließen wir nach der Besprechung über den Ablauf des Wochenendes und der JAK-Interna den Abend im gemütlichen Beisammensein ausklingen. Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach einem kräftigen Frühstück zum Zentralfriedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers, heute Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain, wo uns zwei Mitarbeiter des Fördervereins, der versucht die Geschichte des Gefangenenlagers aufzuarbeiten, erwarteten. Sie erzählten uns bei einem Rundgang über das Gelände eine Menge Wissenswertes über diesen Ort. Auf diesem Friedhof befindet sich eine Baracke des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers, in der sich heute eine Ausstellung über das Lager befindet, mit allerlei Fundstücken von Gefangenen und der Wachmannschaft. Nach einer Blumen Niederlegung zum Gedenken an die Opfer fuhren wir zum deutschen Soldatenfriedhof nördlich von Zeithain, wo wir Wege und Gedenksteine von Unkraut befreiten. Nach der getanen Arbeit beschlossen, wir zurück zur Unterkunft zu fahren, wo schon Drahtesel auf uns warteten, um auf dem Elberadweg die Gegend zu erkunden. Leider kamen wir nicht sehr weit, da einige der fahrbaren Untersätze mittlerweile in die Jahre gekommen waren und technische Mängel aufwiesen. So mussten wir nach kurzer Zeit den Rückweg antreten, hielten aber noch auf ein kleines Picknick am Elbufer an. Als wir wieder in der Unterkunft ankamen, beschlossen einige von uns, noch nach Mühlberg mit den Fahrrädern zu fahren. Nach der Rückkehr bereiteten wir das Abendessen vor und ließen den Abend mit einem Gesellschaftsspiel, wo unser detektivischer Spürsinn gefragt war, gemütlich ausklingen. Am Sonntag fuhren wir nachdem wir unsere Unterkunft aufgeräumt und unsere Sachen gepackt hatten, mit den Autos nochmals zur Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain. Hier wurden uns und anderen Besuchern von einer Archäologin, die für den Förderverein arbeitet, Fundstücke vom Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenlagers gezeigt, das nach dem Krieg von der Sowjetarmee als Übungsgelände für Panzer genutzt wurde. Leider mussten wir den Vortrag der Archäologin frühzeitig verlassen, da uns das Vorstandsmitglied des Fördervereins in Strehla erwartete.

An diesem geschichtsträchtigen Ort trafen im
2. Weltkrieg amerikanische und sowjetische Soldaten zum ersten Mal direkt an der Elbe aufeinander. Leider wird das Treffen von einer grauenvollen Tat überschattet. Als amerikanische Truppen sich der Elbe näherten, wurde eine Behelfsbrücke von Deutschen gesprengt, auf der sich zum Zeitpunkt der Sprengung 400 Deutsche Flüchtlinge befanden, die alle den Tod fanden. Nachdem uns das Vorstandsmitglied alles Wissenswerte erzählte, machten wir uns auf dem Heimweg. Es war für mich ein sehr schönes Wochenende gewesen, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass noch mehr Teilnehmer gekommen wären. Die Verpflegung war gut, die Unterkunft in Ordnung. Alles in allem ein rundum gutes Wochenende.

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