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Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht - Betreuungsverfügung

Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht - Betreuungsverfügung

Der Tod und das menschenwürdige Sterben - Themen, die keiner gern anspricht oder gar freiwillig dafür Vorsorge trifft. Doch es kann jeden von uns treffen, beim Gang über die Straße, auf der Fahrt zur Arbeit oder einfach in den eigenen vier Wänden. Der Schicksalsschlag ist nicht altersabhängig, auch wenn die ältere Generation hier eher betroffen ist. Von einer Minute auf die andere kann jeder von uns pflegebedürftig werden und kompetente Hilfe benötigen. Auf Angehörigen liegt dann eine besonders Last, wenn unklar ist, wie viel medizinische Behandlung eine pflegebedürfte Person gewollt hätte.

Deshalb sollte jeder - egal wie alt - sich mit diesem Thema frühzeitig auseinandersetzen und seinen ganz persönlichen Willen für den Ernstfall formulieren. Dabei will Ihnen die kleine Broschüre "gut vorgesorgt 1" eine Hilfe sein. In ihr werden keine Stellungsnahmen abgegeben und es gibt auch keine religiösen, ethischen oder weltanschaulichen Betrachtungen. Wir informieren Sie einfach und auf dem neuesten juristischen Stand und wollen Ihnen Mut zur Ihrer eigenen Entscheidung machen.

Besonders für den Bereich der Patientenverfügung gibt es Änderungen, die uns alle betreffen: Nur zu sagen, dass „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ gewünscht sind, reicht nicht aus, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in 2016. Bindend seien die Festlegungen nur dann, wenn einzelne ärztliche Maßnahmen genannt oder Krankheiten und Behandlungssituationen klar genug beschrieben würden, urteilten die Karlsruher Richter.

Bei der Zusammenstellung der Broschüre haben wir uns ausschließlich auf die juristische Seite beschränkt und Rechtsanwälte der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e. V. (DVEV) als Experten zu Wort kommen lassen. Die DVEV ist der bundesweit führende Zusammenschluss von über 2 000 Rechtsanwälten, Notaren und Steuerfachleuten, die sich ständig durch Fortbildung und Austausch auf den Gebieten der Vorsorge auf dem Laufenden halten.

Ende 2019 waren rund 4,1 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes, rund 820 000 von ihnen (20 %) lebten in Pflegeheimen. Im Jahr 2050 wird mit über 4,5 Mio. Pflegebedürftigen gerechnet.

In Deutschland befinden sich aktuell über eine Million Menschen in rechtlicher Betreuung. Bedingt durch die demographische Entwicklung kann für die nächsten Jahre von einer steigenden Tendenz der Betreuungen ausgegangen werden. Quelle: Statistisches Bundesamt

Hinzu kommt, dass viele Bürgerinnen und Bürger in der Illusion leben, dass sie auch ohne eindeutige schriftliche Willenserklärung den Partner vertreten könnten, oder glauben, mit einigen Angaben auf einem vorgefertigten Formular einer Patientenverfügung allen Eventualitäten vorgebeugt zu haben. Das ist leider ein Trugschluss. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie Ihre ganz persönliche Vorsorge treffen wollen und Sie sich mit diesem Thema auseinander setzen.

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