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Gemeinsam für Völkerverständigung
Übergabe Fotobuch der EJPO-Projektwoche 2019 in Regensburg
20. November 2019
  • Oberpfalz

Am 7. November 2019 fand in der Bezirksgeschäftsstelle des Bezirksverbandes Oberpfalz in Regensburg die feierliche Übergabe des Fotobuches zur diesjährigen Projektwoche des Europäischen Jugendprojektes Oberpfalz e. V. (EJPO) statt. Dazu geladen hatte der Bezirksgeschäftsführer des Bezirksverbandes Oberpfalz, Dr. Dario Vidojković. Hartmut Schendzielorz, seit 2001 Initiator, Vorsitzender und Projektleiter des EJPO, überreichte je ein Exemplar des stattlichen Fotobuches der Geschäftsführerin der Sanddorf-Stiftung, Birgit Hahn, und dem Bezirksgeschäftsführer Dr. Dario Vidojković. Der Bezirksverband Oberpfalz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist schon seit Jahren der Basis-Partner des EJPO. Die Sanddorf-Stiftung beteiligte sich in diesem Jahr an der Projektwoche.

Die Sanddorf-Stiftung ist eine private Stiftung, gegründet von Erika Vielberth. Der Fokus dieser Stiftung liegt auf der Förderung der deutsch-polnischen Verständigung. Der Stiftung ist aber auch die Jugendarbeit ein wichtiges Anliegen sowie die Sorge um eine gesunde Ernährung von Jugendlichen und Kindern in Schulen oder Kindertagesstätten, wie Birgit Hahn erklärte. Der nicht-operative Bereich der Stiftung hat dem Wohlfahrtsgedanken entsprechend das Ziel, Menschen in Not, bei psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu helfen.Das EJPO setzt sich getreu dem Motto des Volksbundes für „Versöhnung über den Gräbern“ ein. Damit verbunden ist auch der Ansatz der „Geschichte zum Anfassen“, der in internationalen Jugendgruppen umgesetzt wird. In diesem Jahr ging es vom 7. bis 16. Juni 2019 nach Frankreich, insbesondere in die Normandie, um u. a. damit auch an die Invasion der Alliierten in der Normandie vor 75 Jahren zu erinnern, die am 6. Juni 1944 erfolgte und als „D-Day“ in die Geschichtsbücher einging. Die Schlacht stellt einen der Wendepunkte des Zweiten Weltkrieges dar.

Die Jugendgruppe bestand in diesem Jahr aus insgesamt 41 Jugendlichen aus der Oberpfalz (21), Polen (19) und Frankreich (1). Unter der Leitung von Hartmut Schendzielorz, unterstützt u. a. durch Gerd Müller und Christiane Regn vom EJPO, den polnischen Teamern Marta Hebda, Sylwester Kocerba, Dariusz Krywult und Dawid Jakubiak, sowie dem Bürgermeister des Marktes Freihung, Norbert Bücherl, und Nicole Oury, der Bürgermeisterin der Gemeinde Diemeringen und ihrem Vertreter Francis Kurtz, reiste die Gruppe auf den Spuren zweier Weltkriege. Besucht wurden u. a. Straßburg, das ehemalige KZ Natzweiler-Struthof, Originalschauplätze des D-Day, Mont St-Michel sowie Paris. Die Jugendgruppe nahm ebenfalls an einer internationalen Gedenkfeier in Diemeringen teil. Besucht wurde auch die Kriegsgräberstätte und die Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes in Niederbronn-les-Bains, wo der Leiter der JBS, Bernard Klein, in die Geschichte der Kriegsgräberstätte einführte und die Jugendlichen durch sie führte. Die Fotos für das Fotobuch erstellte der Projektfotograf Thomas Nübler.

Projektleiter Hartmut Schendzielorz beabsichtigt für das kommende Jahr eine deutsch-polnische Projektwoche in Bayern, Österreich und Ungarn. Zum Abschluss überreichte Dr. Vidojković den Gästen kleine Präsente als Zeichen der Dankbarkeit und wünschte allen eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit im Geiste der Völkerverständigung. // Text: Dr. Dario Vidojković