Nachricht
Politische Bildung bei der Bundeswehr
10. April 2019
  • Thüringen

Am Vormittag des 9. April 2019 fanden im Rahmen der Politischen Bildung ein Vortrag zur Kriegsgräberfürsorge und eine Besichtigung des „Franzosenfriedhofes“ auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr in Ohrdruf statt.
Auf Einladung von Stabsfeldwebel Dirk Marschall konnte der Geschäftsführer des LV Thüringen den 13 Soldaten der Truppenübungsplatzkommandantur (DMV TrÜbPlKdtr) Grafenwöhr inklusive ihres Kommandanten Oberstleutnant Florian Rommel die Arbeit und das Anliegen des Volksbundes näher bringen.
Stabsfeldwebel Marschall war vor seiner Verwendung in Grafenwöhr mehrere Jahre in Ohrdruf stationiert und kennt deshalb den Übungsplatz und die dortigen Kriegsgräber sehr gut.
Während seines Vortrages ging Henrik Hug neben dem Rückblick auf 100 Jahre Volksbundgeschichte speziell auf die Zusammenarbeit zwischen Volksbund und Bundeswehr ein, stellte gemeinsame Projekte wie Arbeitseinsätze, Gedenkveranstaltungen und Benefizkonzerte vor und bedankte sich u. a. für die große Unterstützung bei der Spendensammlung für die Kriegsgräberfürsorge.
Im zweiten Teil machte man sich auf den Weg zum „Franzosenfriedhof“, einen Kriegsgefangenenfriedhofes des Ersten Weltkrieges, studierte die sehr informativen Tafeln zur Geschichte des Ortes und gedachte gemeinsam beim Verlesen des Totengedenkens und einer Schweigeminute aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Anschließend besichtigte man noch den Gedenkplatz für das Sonderlager S III, in welchem in den Jahren 1944/45 etwa 12.000 Häftlinge für den Bau umfangreicher unterirdischer Tunnel- und Bunkeranlagen eingesetzt waren.
Ein gemeinsames Mittagessen aus Lunchpakten beendete diesen für beide Seiten sehr bewegenden  Vormittag auf dem Übungsplatz Ohrdruf.

Im Rahmen der Veranstaltung spendeten die Soldaten 57,38 €. Vielen Dank.


Henrik Hug
Geschäftsführer

Kriegsgräberstätten auf dem Standortübungsplatz Ohrdruf:

  • •    „Franzosenfriedhof“        Soldatenfriedhof für 380 Tote Kgf.-Lager 1. WK,

  • •    „Hühnernest“                  Massengrab für 150 KZ-Häftlinge 1944/45,

  • •    „Stotterhain/Hainberg“   Massengrab für ca. 5000 KZ-Häftlinge 1944/45