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Volkstrauertag in Sasel und Bergedorf
Auch in den Gemeinden fanden zahlreiche Aktivitäten statt
27. November 2018
  • Hamburg

Auch in den Hamburger Bezirken und Kirchengemeinden wurde am vergangenen Wochenende der Volkstrauertag begangen.
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde in Sasel lud am 18. November zum Friedensgottesdienst ein. Pastor Frank-Ulrich Schoeneberg hat in diesem Rahmen ein Gespräch mit Dr. Stephanie Kowitz-Harms geführt, die als ehemalige Projektmitarbeiterin des Landesverbandes Hamburg die Jugendarbeit vorstellte. Das Gespräch stand im Mittelpunkt der Andacht, die außerdem mit Friedensgebet, Liedern und Musik gestaltet wurde.  
Gemeinsam ging es nach der Friedensandacht in den Saseler Park zur Gedenkstunde am Mahnmal. Dort wurde der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Vergangenheit und Gegenwart gedacht. Die musikalische Gestaltung übernahm der Saseler Posaunenchor. Die Freiwillige Feuerwehr Sasel lud anschließend in die Feuerwache am Sasel-Haus zu einem Teller Erbsensuppe ein. Die Kollekte der Andacht ging an die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge – vielen Dank!!

Pastor Schoenefeld im Gespräch mit Dr. Stephanie Kowitz-Harms, Foto: Günter Lindemann.

Der Landesverband Hamburg lud am selben Tag wieder zur Gedenkstunde zum Volkstrauertag nach Bergedorf ein. Bei eisigen Minusgraden trafen sich morgens um 9 Uhr auf dem Friedhof am Hochkreuz rund 30 Gäste, unter ihnen der Schulsenator Ties Rabe und Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast, der auch das Totengedenken verlas. Nach einer Kranzniederlegung und der Begrüßung durch Volksbund-Mitglied Cornelia Springborn hielt Michael Mirbach, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE Bergedorf, eine Gedenkansprache. Im Anschluss ging es weiter zum Gräberfeld der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitenden, an dem zuerst Kränze niedergelegt wurden und anschließend Jugendliche der Stadtteilschule Bergedorf den von ihnen erstellten Infoflyer zu der sowjetischen Kriegsgräberstätte präsentierten. Der Infoflyer ist auf Russisch und auf Deutsch bei uns in der Landesgeschäftsstelle erhältlich und kann hier als PDF heruntergeladen werden. Er ist in Kooperation mit der Stadtteilschule Bergedorf, dem Kultur- & Geschichtskontor der Initiative zur Erhaltung historischer Bauten e.V. und dem Jugendarbeitskreis des Volksbundes Hamburg entstanden und wurde unterstützt vom Bezirksamt Bergedorf, der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg und der Stiftung Haus im Park.

Alyssa, Emilia und Lazar trugen neue Erkenntnisse zur sowjetischen Gräberfläche vor, die im Infoflyer zu finden sind, Foto Gerda Schmidt.