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Bundeswehr unterstützt im In- und Ausland

Pflegeeinsätze von Hamburg bis Budaörs stehen für dichtes Netzwerk rund um den Volksbund

Bajna und Budaörs in Ungarn, Focșani in Rumänien, die Spicherer Höhen bei Saarbrücken und der Hamburger Stadtteil Ohlsdorf – überall dort war die Bundeswehr in den vergangenen Wochen im Einsatz. Sie pflegte Kriegsgräberstätten und in Hamburg einen jüdischen Friedhof.
 

Mit Partnern in Ungarn

Deutsche und ungarische Soldatinnen und Soldaten arbeiteten nicht zum ersten Mal Hand in Hand. Sie säuberten Grabkreuze und Gedenkplatten, pflegten Grünanlagen und kümmerten sich um Holzzäune. Acht Soldaten des ITBtl 383 unter der Leitung von Hauptfeldwebel Pistor waren dabei und acht Soldaten der ungarischen Armee, die ebenfalls dem deutschen Kommandoführer unterstellt waren. Vom 26. Juli bis zum 7. August dauerte ihr Einsatz.

Auf der kleinsten deutschen Kriegsgräberstätte in Ungarn, in Bajna, gaben sie trotz Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius im Schatten alles, um den Arbeitsauftrag zu erfüllen. Es dauerte nicht lange, bis auch die Sprachbarriere kein großes Hindernis mehr war.

Nicht nur in den ehemals deutschen Siedlungen, auch in der Hauptstadt Budapest waren die deutschen Soldaten gern gesehene Gäste und ließen sich durch ihre ungarischen Kameraden die Sehenswürdigkeiten zeigen. Auf Einladung des Kommandanten besuchten sie auch das Armeeerholungsheim am Balaton. Dieser Tag der Erholung war für alle eine willkommene Abwechslung.

Nach großer Hitze ging es mit viel Regen in Budaörs, der größten deutschen Kriegsgräberstätte des Landes, weiter, auf der auch viele Ungarn begraben sind. An einem Ort, der ehrfürchtig macht. Rund 16.500 Soldaten des Zweiten Weltkrieges – die meisten gefallen in der Schlacht um Budapest 1944/45 – haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch hier arbeiteten Ungarn und Deutsche Hand in Hand.

Das Fazit nach zwei Wochen: intensive Arbeit, viel Freude und unvergesslicher Erlebnisse. Neue Freundschaften gehörten dazu, wertvolle kulturelle Erfahrungen, gegenseitige Geschenke und Zufriedenheit darüber, dass am Ende alles Geplante geschafft war. Diese Bilanz zog der Kommandoführer stolz und dankbar zum Abschluss.
 

Focșani in Rumänien

Auch in Rumänien war ein Pflegeeinsatz Beispiel für fruchtbare internationale Zusammenarbeit: Sieben Soldaten des Feldjägerregiments 1 (Berlin mit 9. Kompanie in Leipzig) und zehn Soldaten des 84. Artilleriebataillons Focșani der rumänischen Armee leisteten vom 17. bis 25. August ganze Arbeit auf der Kriegsgräberstätte Focșani.

Alle Grabanlagen waren stark vermoost und die Inschriften kaum noch sichtbar. Dringend nötig war also das: Rasenpflege, Bäume freischneiden, Grabkreuze und Denkmäler reinigen, Schriften wieder sichtbar machen und Malerarbeiten an rund 230 Kreuzen entlang der Umfassungsmauer. Einen ausführlichen Berichte dazu finden Sie unter dem Titel  „'Sächsische' Feldjäger und rumänische Artilleristen beim Arbeitseinsatz in Focsani (Rumänien)“ auf der Länderseite Sachsen.

Jüdischer Friedhof in Hamburg

Auch im Inland leistet die Bundeswehr wertvolle Hilfe, wie das Beispiel Hamburg-Ilandkoppel zeigt. „Ich bin unglaublich berührt“, sagte Mika Hariri, Vorsitzende des Vereines Chewra Kadischa Hamburg, der auf dem jüdischen Friedhof nahe der großen Kriegsgräberstätte im Stadtteil Ohlsdorf tätig ist. „Dieser Einsatz ist für uns eine große Entlastung und ein deutliches Signal, das weit über die Grenzen Hamburg hinaus reicht. Bundeswehr, Volksbund und jüdische Gemeinde gehen hier Hand in Hand.“

Der Friedhof ist Schauplatz besonderen Engagements: Erstmals arbeiteten Angehörige der  Flugabwehrraketengruppe 61 aus Todendorf zusammen mit zivilen und militärischen Studierenden der Bundeswehruniversität Helmut Schmidt. Der Bundeswehrbeauftragte des Volksbundes für Hamburg und Schleswig Holstein, Michael Oswald, hatte diesen Einsatz koordiniert. Er gehört zu einem Zeitplan über mehrere Jahre, den der Landesverband gemeinsam mit der Bundeswehr und der Jüdischen Gemeinde für den Friedhof erarbeitet hat.

Ähnlich dankbar und positiv äußerte sich der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Hamburg, Philipp Stricharz. Die Anlage besteht seit 1883, umfasst rund 18.000 Gräber und ist heute der einzige Friedhof in Hamburg, wo noch Bestattungen nach jüdischem Ritus vorgenommen werden. Die Trauerhalle und ein Mahnmal zum Gedenken an die Ermordung tausender Hamburger Juden in der Zeit des Nationalsozialismus sind baulich in einem bedenklichen Zustand. Bund und Land haben rund fünf Millionen Euro für die Sanierung des Areals freigegeben.


Die nächsten Arbeitseinsätze auf dem jüdischen Friedhof Ilandkoppel plant der Volksbund in Hamburg für Oktober.

Spicherer Höhen

Auch auf den Spicherer Höhen unterstützen Bundeswehr-Soldaten den Volksbund tatkräftig. Der Friedhof aus dem Zweiten Weltkrieg liegt in einem kriegsgeschichtlich bedeutsamen Gebiet. Bereits während des Krieges 1870/71 entbrannten um dieses strategisch wichtige Gelände erbitterte Kämpfe, da sich von hier aus das ganze Vorgelände bis Saarbrücken beherrschen ließ. Gräber und Denkmäler aus dieser Zeit zeugen davon. Die Kriegsgräberstätte mit 110 Gräbern liegt südlich von Saarbrücken oberhalb des deutsch­französischen Grenzübergangs „Goldene Bremm".

Der Auftrag hier: eine Natur-Treppe zwischen dem Friedhof „Roter Berg“ und den Denkmalen des Füsilierregiments  General Bruno von Francois und des Infanterie-Regiments von Stülpnagel zu errichten. Unter der Leitung von Major Lars Fischer von der deutsch-französischen Brigade Müllheim setzten neun Bundeswehrsoldaten 107 Stufen. Damit lassen sich jetzt rund 22 Höhenmeter gut überwinden. Der Bauhof der Gemeinde Spicheren unterstützte die Soldaten. Das Material ließ sich nur mit einem Trecker in den Wald bringen.

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