Datum: 26. September 2019 – 27. September 2019 
Ganztägig

Recklinghausen: Symposium des Deutschen Riga-Komitees

Zeitenwende der Erinnerung!? Wege der Gedenkkultur ohne Zeitzeugen angesichts aktueller Herausforderungen.

Das am 23. Mai 2000 gegründete Riga-Komitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger aufrecht zu erhalten, die 1941/42 in das Ghetto von Riga deportiert und dort ermordet wurden. Die Gedenkstätte in Riga-Bikernieki mit den Namenstafeln ihrer Heimatorte ist ein bewegendes Zeichen der Solidarität.

Von zentraler Bedeutung ist aber auch, die Erinnerung an das Terrorregime und das darauf aufbauende Engagement für eine demokratische Gesellschaft der Gewaltenteilung, der Volkssouveränität und des Schutzes der Menschenrechte in der Erinnerungskultur der Mitgliedsstädte des Riga-Komitees zu verankern. Das Jahr 2019 erinnert ganz besonders an wichtige Verfassungen der deutschen Demokratiegeschichte – Frankfurt 1849, Weimar 1919, Bonn 1949. Diese Jahrestage verdeutlichen, dass demokratische Errungenschaften immer wieder erkämpft, bewahrt und verteidigt werden müssen.

Dazu ist der inzwischen entstandene regelmäßige Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsstädten des Deutschen Riga-Komitees von großer Bedeutung. Das letzte Symposium in Wien ist allen Teilnehmern noch in guter Erinnerung. In diesem Jahr lädt die Stadt Recklinghausen aus dem Ruhrgebiet zu diesem Austausch am Donnerstag/Freitag 26./27. September 2019 ein.

Die Stadt des Ruhrfestspieles lädt ein zum insgesamt 4. Symposium des Deutschen Riga-Komitees und begeht damit gleichzeitig im Rahmen des seit dem Jahr 2000 bestehenden "Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage" in besonderer Weise das "Demokratiejahr 2019". "Wer die Demokratie liebt, wird für sie kämpfen" lautete ein Kernsatz der letzten Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck in seiner Amtszeit.

Viele beunruhigende Entwicklungen in der Welt, in Europa und auch in Deutschland machen deutlich, wie sehr das Engagement von Demokratinnen und Demokraten für die Ideale und die Stabilität demokratischer Gesellschaften herausgefordert ist.

Die Gedenkkultur ist dabei ein wesentlicher Baustein der Demokratieerziehung gerade auch für jüngere Generationen. In diesem Bereich sind alle Akteure der politisch-historischen Bildungsarbeit gleichzeitig besonders gefordert, da sich die Chance zu Gesprächen mit der Generation der Zeitzeugen nur noch selten und bald gar nicht mehr bieten wird.

Angesichts dieser Ausgangssituation werden beim Riga-Symposium Fragen nach der Vermittlung von Gedenkkultur unter den sich verändernden Bedingungen, aber auch zum Umgang mit dem Antisemitismus in Deutschland und Europa im Mittelpunkt des Austausches stehen. Das Thema des Symposiums lautet "Zeitenwende der Erinnerung!? Wege der Gedenkkultur ohne Zeitzeugen angesichts aktueller Herausforderungen.".

Das endgültige Programm befindet sich noch im Abstimmungsprozess. Ein vorläufiger Entwurf ist beigefügt. Über die Teilnahme von zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter aus den Mitgliedsstädten des Deutschen Riga-Komitees würde sich die Stadt Recklinghausen sehr freuen.

Das Symposium wird durch den Volksbund und die Stadt Recklinghausen getragen. Wie bei allen Veranstaltungen des Riga-Komitees sind die Kosten für An- und Abreise sowie Übernachtung inkl. Frühstück selbst zu tragen.

Anmeldungen können bis zum 20.05.2019 unter der Mail-Adresse: georg.moellers@recklinghausen.de oder unter Telefon: +49(0)2361-50-1120 erfolgen.

Im Best Western Parkhotel Engelsburg sind bis zum 20. Mai 2019 Zimmer vorab reserviert (Ü/F im EZ 125 €, DZ 150 €). Bitte buchen Sie bei Bedarf zeitgleich dort: rez(at)engelsburg-bestwestern.de.

 

Programm

Datum: 26. September 2019 – 27. September 2019 
Organisator: BV Münster
Veranstaltungsort: Recklinghausen Deutschland

Kategorie: Gedenkveranstaltung

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

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