Datum: 28. Januar 2020 – 31. Januar 2020 
Ganztägig

Gedenkstättenfahrt auf den Spuren der Shoah in Riga (Lettland) für junge Leute aus dem Kreis Warendorf an

Dank einer Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes (IBB) gGmbH aus Dortmund können außerschulische Gedenkstättenfahrten nach Riga nun auch aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) gefördert werden. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur einer zentralen Gedenkstätte am Tatort und Gedenkort Riga, anders als in Auschwitz, sind entsprechende Fahrten dorthin mit einem besonders hohen Aufwand verbunden. Aufgrund der hohen Kosten und fehlender Fördermittel hat der Volksbund in Westfalen-Lippe bis dato lediglich Studienreisen für Erwachsene auf den Spuren der Shoah angeboten.

„Die neue Fördermöglichkeit ist ein echter Meilenstein in der Erinnerungs- und Gedenkkulturarbeit am NS-Tatort und Gedenkort Riga, so betont es Jens Effkemann vom Volksbund, der schon lange zu dem Thema arbeitet. Sie erkennt an, dass es neben Auschwitz viele weitere wichtige Gedenkorte der Shoah in Europa gibt und sich im Falle von Riga ein besonderer Bezug zur Region Westfalen-Lippe herstellen lässt. Schließlich erfolgten die ersten Deportationen von Menschen jüdischen Glaubens von hier aus nach Riga.

Ausgehend von diesem historischen Hintergrund [Deportationszug von Münster über Osnabrück und Bielefeld nach Riga am 13.12.1941 + Deportationszug von Dortmund nach Riga am 27.01.1942] bietet der Volksbund vom 28. bis 31. Januar 2020 eine Gedenkstättenfahrt für 24 junge Leute nach Riga an. Das Angebot ist zunächst für Jugendliche aus dem Kreis Warendorf geplant. Weitere Fahrten für Jugendliche aus anderen Kreisen sind geplant.

Die Jugendlichen begeben sich zusammen mit einem pädagogischen Mitarbeiter des Volksbundes und dem Historiker Matthias M. Ester, der bereits die Studienreisen des Volksbundes begleitet hat, auf eine besondere Spurensuche nach den ehemaligen "Nachbarn von nebenan" (Winfried Nachtwei). Das Ziel der außerschulischen Fahrt ist es neben der deutschen, die lettische und europäische Dimension des Vernichtungsgeschehens und der Erinnerungskultur in Riga zu vermitteln.

Um die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden dabei zu berücksichtigen sowie eigene Beiträge der Teilnehmenden zu initiieren, wird es am Donnerstag, 9. Januar 2020 ein Vortreffen der Gruppe mit den Begleitern der Fahrt geben.

Das gesamte Programm der viertägigen Fahrt finden Interessierte in der Ausschreibung (siehe Link unten).

Flyer

Datum: 28. Januar 2020 – 31. Januar 2020 
Organisator: BV Münster
Veranstaltungsort: Warendorf / Riga Deutschland

Kategorie: Informationsveranstaltungen

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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