„I wish a world, where the color of your skin doesn’t matter“

Internationale Jugendbegegnung und „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ pflanzen Bäume auf dem Kasseler Ginkgo-Hain

12. August 2016 Arne Jost

OB Bertram Hilgen, Ernst Klein und Teilnehmende der IJB bringen einen Baum ein. Foto: Maurice Bonkat.

Foto: Maurice Bonkat.

Teilnehmde der IJB bringen das Schild mit der Aufschrift "The right to life" an. Foto: Maurice Bonkat.

Seit 2011 gibt es im Kasseler Park Schönfeld den Ginkgo-Hain als Dauerprojekt des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in Kooperation mit der Stadt Kassel. Seit der Pflanzung der ersten 16 Bäume zum Antikriegstag 2011, ist der Hain bis zum Jahr 2014 auf 25 Bäume angewachsen.

Am Donnerstag kamen zwei weitere Bäume hinzu.

Einer der Bäume wurde von der Internationalen Jugendbegegnung (IJB) Kassel des Volksbundes gepflanzt. Die 17 Teilnehmenden und vier Teamer aus acht verschiedenen Nationen hatten am vorherigen Samstag in der Kasseler Innenstadt Spenden gesammelt, um den Baum als Symbol für Frieden und „das Recht auf Leben“ zu finanzieren und zum Abschluss der IJB gemeinsam zu pflanzen.

In ihrer Ansprache machten die Jugendlichen deutlich, dass sie die Generation sein wollen, „die nicht die Augen verschließt vor den Problemen der Welt. Jede Generation schreibt seine eigene Geschichte.“

Immer wieder betonten sie, wie wichtig der internationale Austausch ist und welch prägenden Erfahrungen sie während der Jugendbegegnung gesammelt haben.

„In den zwei Wochen, die wir zusammen verbracht haben, haben wir Bekanntschaften geschlossen, welche immer stärker wurden und als „Freundschaften“ geendet haben.“

 

Ein zweiter Baum, dessen Finanzierung durch Kasseler Sozialdemokraten und weitere Spenderinnen und Spender gelang, wurde von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. gepflanzt. Dieser erinnert nun an den Sozialdemokraten Albert Wesemeyer, der sowohl gegen das NS-Regime als auch die SED Regierung Widerstand leistete und dafür viele Jahre in Haft verbrachte. Nach seiner Entlassung aus der Haft in der DDR kam er zurück in seinen ursprünglichen Wohnort Kassel und verbrachte hier viele Jahre bis er 2000 starb.

Ernst Klein, Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe Nordhessen-Südniedersachsen wies darauf hin, dass Wesemeyer ein „Vorbild für alle Demokraten“ und es ein „hoffnungsvolles Zeichen“ sei, wie gut sich die Jugendlichen der internationalen Jugendbegegnung heute verstehen würden. Noch vor 70 Jahren wäre solch' eine Veranstaltung undenkbar gewesen.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen begrüßte die anwesenden Gäste auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Volksbund-Kreisverbandes Kassel-Stadt und dankte sowohl Herrn Klein als auch den Teilnehmenden der Jugendbegegnung für ihr Engagement.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel