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Rossoschka

Der Weg f√ľhrt aus der Stadt in Richtung Flughafen Wolgograd. Kurz vor dem Flughafen nach √úberquerung der Bahnlinie (Br√ľcke) rechts abbiegen und dieser Stra√üe folgen. Nach 17 Kilometern erreicht man den Friedhof?(rechts der Stra√üe befindet sich die deutsche Anlage, links der russische Friedhof).

Der Ort liegt etwa 37 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums an dem Fl√ľsschen Rossoschka in der Steppe. Durch eine Stra√üe vom deutschen Friedhof getrennt, entstand hier mit Unterst√ľtzung durch den Volksbund 1997/98 ein russischer Friedhof.
Es war ein langer, schwieriger Weg bis zur Einweihung des Friedhofes am 15. Mai 1999. Immer wieder bedrohten Bauunterbrechungen das Objekt, so mussten die Pläne korrigiert werden. Aber wir haben ein wichtiges Ziel erreicht: Deutsche und russische Soldaten, Gegner von einst, ruhen nun hier vereint Рals Symbol der beginnenden Aussöhnung unserer Völker.
Der Friedhof gliedert sich in zwei Gr√§berfelder. Links des Zugangsweges liegt der alte, inzwischen neu gestaltete Friedhof, der schon w√§hrend des Krieges von der Wehrmacht in der N√§he des damaligen Flugplatzes Gumrak f√ľr 600 Gefallene angelegt worden war.
Dieses trapezförmige Areal ist von einer Natursteinmauer umgeben. Rechts davon liegt der neue Teil.
Der Friedhof umfasst eine Gel√§ndefl√§che von knapp sechs Hektar. Ein gepflasterter Weg f√ľhrt den Besucher an dem alten Friedhof entlang zum zentralen Gedenkplatz mit einem Hochkreuz aus Metall. Er bildet die Verbindung zum neuen Sammelfriedhof, der an einer Flussschleife der Rossoschka liegt.
Der kreisf√∂rmige Friedhof mit einem Durchmesser von 150 Metern gleicht einer √ľber-dimensionalen, waagerecht auf die Steppe gelegten flachen Scheibe. Bis Ende 2012 konnten √ľber 56 800 Tote eingebettet werden. Weitere Zubettungen folgen.
Eine Ringmauer aus Granitbl√∂cken, die wegen des Gel√§ndegef√§lles zum Fl√ľsschen hin im r√ľckw√§rtigen Teil eine H√∂he von bis zu 3,5 Metern erreicht, grenzt mit einem umlaufenden gepflasterten Weg das Gel√§nde gegen die Steppe ab. Auf Granittafeln, die an der Mauer wie ein Schriftband angebracht sind, wurden die Namen der geborgenen deutschen Gefallenen aus dem Kessel sowie dem Gebiet um das ehemalige Stalingrad f√ľr die Nachwelt festgehalten.

Der Volksbund hat auf gro√üen Granitbl√∂cken die Namen von fast 200.000 Toten verewigt Die Einweihung der W√ľrfel fand am 9. September 2006 statt.

Bilder von Rossoschka

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Wegbeschreibung

Rossoschka liegt etwa 37 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Wolgograd an einem gleichnamigen Fl√ľsschen in der Steppe. Man verl√§sst die Stadt in Richtung Flughafen, biegt kurz davor nach √úberquerung der Bahnlinie (Br√ľcke) rechts ab und folgt dieser Stra√üe, bis man nach 17 Kilometern den deutschen Soldatenfriedhof erreicht. Gegen√ľber liegt eine russische Kriegsgr√§berst√§tte, die mit Unterst√ľtzung des Volksbundes errichtet wurde.

Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Ru√üland

Das Kriegsgr√§berabkommen zwischen der russischen F√∂deration und Deutschland wurde am 16.12.1992 unterzeichnet und trat am 21.07.1994 in Kraft. Als offizieller Ansprechpartner f√ľr den Volksbund wurde von russischer Seite der "Verband f√ľr Internationale Zusammenarbeit bei der Pflege von Soldatengedenkst√§tten", (Verband Soldatengedenkst√§tten) genannt: Wojennyje Memorialy benannt. Das Kriegsgr√§berabkommen war der erste Vertrag dieser Art mit einem Staat der ehemaligen Sowjetunion und ebnete den Weg f√ľr Verhandlungen mit weiteren Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die deutschen Verluste f√ľr das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg werden auf 2,2 Millionen Kriegstote gesch√§tzt. √úber 1,88 Millionen Kriegstote liegen Todes- oder Grabmeldungen vor. Die Zahl der registrierten Verlustorte betr√§gt 118.000. √úber die H√∂he der deutschen Verluste und die Anzahl der Grablageorte in Russland gibt es noch keine Angaben. In den zur√ľckliegenden Jahren konnte die Lage und der heutige Zustand von 813 Kriegsgefangenen- und Interniertenfriedh√∂fen in 37 Gebieten Russlands erfasst werden. Bisher konnten in der Russischen F√∂deration ohne ehem. Ostpreu√üen √ľber 100 Soldatenfriedh√∂fe, Kriegsgefangenen - und Interniertenfriedh√∂fe gebaut bzw. instand gesetzt werden. Besonders zu erw√§hnen sind die Kriegsgr√§berst√§tten Nowgorod, Rossoschka / Wolgograd, Korostyn am Ilmensee, Sologubowka bei St. Petersburg, Petschenga (Parkkina) an der Barenzsee, Salla / Halbinsel Kola, Korpowo bei Demjansk, Rshew, Nishnjaja-Dubrowenka / Smolensk und im ehem. Ostpreu√üen Germau / Ruskoe, Insterburg / Tschernjachowsk, Fischhausen / Primorsk, Schlo√überg / Dobrovolsk und Pillau / Baltijsk, die bereits fertiggestellt sind. In 2006 wurde mit dem Ausbau der Sammelfriedh√∂fe Kursk und Krasnodar-Apscheronsk begonnen. Am 30. Juni 2006 wurde der Friedhof Tilsit/Sovjetsk der √Ėffentlichkeit √ľbergeben. Der Sammelfriedhof Sebesh im Gebiet Pskow wurde am 05.08.2007 eingeweiht. In den Jahren 2006 - 2007 wurden Kriegsgefangenenfriedh√∂fe wie Teplitschuyj (Gebiet Kemerowo), Rjasan (Gebiet Rjasan), Kemeschkowo (Gebiet Wladimir), Leshnewo (Gebiet Imanowo), Uglitsch (Gebiet Jaroslawl), Tscherepowez (Gebiet Wologda) und Petrosuwodsk (Autonome Republik Karelien) zu Sammelfriedh√∂fen mit Gedenkcharakter f√ľr die Kriegsgefangenen ausgebaut. In der Russischen F√∂deration vollendete der Volksbund 2008 den Sammelfriedhof Apscheronsk. Die Beschriftung der Namen f√ľr nicht zu bergender Kriegstote in Rossoschka, der Stalingrad-Gedenkst√§tte, wurde erg√§nzt und der Bau eines Besucherpavillons abgeschlossen. Instand gesetzt wurden die Friedh√∂fe in Petschenga, Sologubowka und Korpowo. Auf den Kriegsgefangenenfriedh√∂fen Borowitschi, Schibotowo, Jegla, Rjasan und Kameschkowo gab es verschiedene Erg√§nzungsma√ünahmen. Gleiches gilt f√ľr die Sammelfriedh√∂fe Heiligenbeil/Mamonowo, Germau/Russkoje, K√∂nigsberg, Tilsit/Sowjetsk, Pillau/Baltisk, Insterburg/Tschernajowsk, Fischhausen und Schlossberg/Dobrowolsk im Bereich des ehemaligen n√∂rdlichen Ostpreu√üens. In 2010, nach langj√§hrigen Verhandlungen mit der Gebietsverwaltung in Smolensk, wurde dem Volksbund an der s√ľdlichen Seite der Kreisstadt Duchowschtschina - im Gebiet Smolensk - ein ca. 5 Hektar gro√ües Gel√§nde f√ľr den Bau eines Sammelfriedhofes zugewiesen. Die ersten Zubettungen fanden bereits 2010 statt und werden fortgesetzt. Der Ausbau des Friedhofes begann 2012. Die Einweihung fand am 03.08.2013 statt.

Kriegsgräberabkommen in Ru√üland

Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen F√∂deration √ľber Kriegsgr√§berf√ľrsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen F√∂deration Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Russischen F√∂deration geleitet von dem beiderseitigen Wunsch, den Kriegstoten beider Seiten eine w√ľrdige letzte Ruhest√§tte zu gew√§hren, in dem Bewusstsein, da√ü die Pflege der Gr√§ber der Kriegstoten auf deutschem und russischem Boden einen konkreten Ausdruck der Verst√§ndigung und der Vers√∂hnung zwischen dem deutschen Volk und den V√∂lkern der Russischen F√∂deration darstellt, in Ausf√ľhrung von Artikel 18 des Vertrages vom 09. November 1990 √ľber gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, in dem Wunsch, f√ľr die im Hoheitsgebiet der Vertragsparteien liegenden Kriegsgr√§ber der Toten der jeweils anderen Seite aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg eine endg√ľltige Regelung zu schaffen, in dem Bestreben, die Erhaltung und Pflege dieser Gr√§ber in w√ľrdiger Weise und gem√§√ü den Bestimmungen des geltenden humanit√§ren V√∂lkerrechts sicherzustellen, sind wie folgt √ľbereingekommen: Artikel 1 Dieses Abkommen regelt die Erhaltung und Pflege der Kriegsgr√§ber der Vertragsparteien im jeweils anderen Staat. Artikel 2 Im Sinne dieses Abkommens bedeuten die Begriffe: a) "deutsche Kriegstote": - Angeh√∂rige der deutschen Streitkr√§fte, - diesen nach deutschem Recht gleichgestellte Personen, - sonstige Personen deutscher Staatsangeh√∂rigkeit, die im Zusammenhang mit den Ereignissen des Krieges 1914/1918 oder des Krieges 1939/1945 oder nach ihrer Deportation gestorben sind; b) "deutsche Kriegsgr√§ber": die im Hoheitsgebiet der Russischen F√∂deration liegenden Gr√§ber deutscher Kriegstoter; c) "deutsche Kriegsgr√§berst√§tten": die im Hoheitsgebiet der Russischen F√∂deration noch existierenden, auffindbaren oder neu anzulegenden Friedh√∂fe oder Teile von Friedh√∂fen, auf denen deutsche Kriegstote bestattet sind; d) "russische Kriegstote": - russische Mitglieder der russischen und sowjetischen Streitkr√§fte, die im Zusammenhang mit den beiden Weltkriegen auf deutschem Boden gefallen sind; - Russen, die w√§hrend der deutschen Kriegsgefangenschaft oder an deren Folgen bis zum 31. M√§rz 1952 gestorben sind; - Russen, die in der Zeit vom 1. September 1939 bis 8. Mai 1945 in deutschen Internierungslagern gestorben sind; - Russen, die in der Zeit vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945 zur Leistung von Arbeiten nach Deutschland verschleppt oder in diesem Gebiet gegen ihren Willen festgehalten wurden und w√§hrend dieser Zeit gestorben sind; - Russen, die von einer anerkannten internationalen Fl√ľchtlingsorganisation in Sammellagern betreut wurden und dort oder nach √úberf√ľhrung in eine Krankenanstalt in der Zeit vom 09. Mai 1945 bis 30. Juni 1950 gestorben sind. Ist die Verwaltung des Sammellagers nach dem 1. Juli 1950 in die Zust√§ndigkeit deutscher Stellen √ľbergegangen, tritt der Tag vor der √úbernahme in deutsche Verwaltung an die Stelle des 30. Juni 1950; e) "russische Kriegsgr√§ber": Gr√§ber russischer Kriegstoter, die im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland liegen; f) "russische Kriegsgr√§berst√§tten": Gel√§ndefl√§chen im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland, auf denen russische Kriegstote bestattet sind. Artikel 3 (1) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Russischen F√∂deration gew√§hrleisten den Schutz der Kriegsgr√§ber und das dauernde Ruherecht f√ľr die Kriegstoten der jeweils anderen Seite in ihrem Hoheitsgebiet und bem√ľhen sich, die Umgebung der Kriegsgr√§berst√§tten von allen Anlagen freizuhalten, die mit der W√ľrde dieser St√§tten nicht vereinbar sind. (2) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist berechtigt, die deutschen Kriegsgr√§ber und deutschen Kriegsgr√§berst√§tten in der Russischen F√∂deration auf ihre Kosten herzurichten und zu pflegen. (3) Die Bundesrepublik Deutschland gew√§hrleistet auf ihre Kosten die Erhaltung und Pflege russischer Kriegsgr√§ber im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland. Artikel 4 (1) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Russischen F√∂deration √ľberlassen sich gegenseitig f√ľr Vergangenheit und Zukunft kostenlos und auf unbegrenzte Dauer die als Kriegsgr√§berst√§tten der jeweils anderen Seite dienenden Gel√§ndefl√§chen als dauernde Ruhest√§tten f√ľr ihre Kriegstoten. (2) Eigentumsrechte werden durch dieses Abkommen nicht ber√ľhrt. F√ľr notwendig erachtete √Ąnderungen der Grenzen von als Kriegsgr√§berst√§tten genutzten Gel√§ndefl√§chen werden in gegenseitigem Einvernehmen zwischen den Vertragsparteien oder den von ihnen bezeichneten Stellen gekl√§rt. Wird im Einvernehmen zwischen den Vertragsparteien ein Gel√§nde ganz oder teilweise nicht mehr f√ľr den vorgesehenen Zweck genutzt, so hat diese √Ąnderung f√ľr die Regierung des jeweils beg√ľnstigten Staates den Verlust des Nutzungsrechts daran zur Folge. (3) Sollte ein Gel√§nde nach Absatz 1 aus zwingenden √∂ffentlichen Gr√ľnden f√ľr eine andere Verwendung ben√∂tigt werden, so stellt die Regierung des verpflichtenden Staates der Regierung des beg√ľnstigten Staates ein anderes geeignetes Gel√§nde zur Verf√ľgung und √ľbernimmt die Kosten f√ľr die Umbettung der Toten und f√ľr die Herrichtung der neuen Gr√§ber. Die Auswahl des neuen Gel√§ndes, seine Herrichtung sowie die Durchf√ľhrung der Umbettung erfolgen im beiderseitigem Einvernehmen. Die Umbettung erfolgt vorzugsweise im Wege der Zusammenlegung von Kriegsgr√§bern auf bereits bestehende Kriegsgr√§berst√§tten. Artikel 5 (1) Die Regierung der Russischen F√∂deration gestattet, ohne da√ü ihr daraus Kosten entstehen und nachdem ihr ein Plan zur vorherigen Zustimmung vorgelegen hat, der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die Gr√§ber der deutschen Kriegstoten, deren Umbettung die Regierung der Bundesrepublik Deutschland f√ľr notwendig erachtet, zusammenzulegen. Die Ausbettung von deutschen Kriegstoten erfolgt durch von deutscher Seite benannte Kr√§fte. (2) Soweit die Regierung der Russischen F√∂deration die Zusammenlegung von russischen Kriegsgr√§bern im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland f√ľr notwendig erachtet, gestattet die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, nachdem ihr ein Plan zur vorherigen Zustimmung vorgelegen hat, die Umbettung dieser Toten, ohne da√ü der deutschen Seite hieraus Kosten entstehen. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland kann der Regierung der Russischen F√∂deration ihrerseits derartige Umbettungen auf ihre eigenen Kosten vorschlagen. (3) √úber jede Umbettung eines deutschen Kriegstoten wird ein Protokoll angefertigt, in dem die alte und die neue Grablage, die Personalien, die Beschriftung der Erkennungsmarke oder andere Identifizierungsmerkmale genannt sind. Eine Ausfertigung dieses Protokolls wird der Regierung der Russischen F√∂deration √ľbermittelt. (4) Soweit nachweisbar ehemals vorhandene deutsche Kriegsgr√§berst√§tten auf russischem Boden durch zwischenzeitliche infrastrukturelle Ver√§nderungen aufgelassen und die dort bestatteten deutschen Toten nicht mehr zu bergen sind, gestattet die Regierung der Russischen F√∂deration auf deutschen Antrag hin die Errichtung von Gedenkst√§tten in schlichter und w√ľrdiger Form an diesen ehemaligen Standorten. Die Regierung der Russischen F√∂deration stellt hierf√ľr geeignetes Gel√§nde zur Verf√ľgung. (5) Soweit zur Erm√∂glichung einer endg√ľltigen Bestattung auf einer deutschen Kriegsgr√§berst√§tte eine provisorische Bestattung deutscher Kriegstoter, die auf russischem Boden gefunden werden, erforderlich wird, trifft die Regierung der Russischen F√∂deration Vorkehrungen f√ľr deren ordnungsgem√§√üe und w√ľrdige provisorische Bestattung und Kennzeichnung der Grabst√§tten. Die deutsche Seite kann hierdurch entstehende angemessene Kosten als Teil der Gesamtkosten der endg√ľltigen Bestattung √ľbernehmen. (6) Im Falle, da√ü auf deutschem Boden nachtr√§glich russische Kriegstote aufgefunden werden, gew√§hrleistet die Regierung der Bundesrepublik Deutschland deren ordnungsgem√§√üe und w√ľrdige Bestattung und die Kennzeichnung dieser Gr√§ber. Artikel 6 Sofern sich auf deutschen oder russischen Kriegsgr√§berst√§tten neben Kriegsgr√§bern der jeweils anderen Seite auch Gr√§ber von Kriegstoten anderer Staaten befinden, ist diese Tatsache bei Entscheidungen √ľber Erhaltung und Pflege dieser Gr√§ber angemessen zu ber√ľcksichtigen. Artikel 7 (1) Die √úberf√ľhrung deutscher Kriegstoter aus dem Hoheitsgebiet der Russischen F√∂deration in die Bundesrepublik Deutschland bedarf der vorherigen Zustimmung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Die Regierung der Russischen F√∂deration gestattet eine solche √úberf√ľhrung nur bei Vorliegen dieser Zustimmung. (2) Der Zustimmung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland bed√ľrfen auch Antr√§ge an die Regierung der Russischen F√∂deration, die die √úberf√ľhrung deutscher Kriegstoter in Drittl√§ndern zum Zweck haben. (3) Die Abs√§tze 1 und 2 gelten sinngem√§√ü f√ľr die √úberf√ľhrung russischer Kriegstoter in die Russische F√∂deration oder in Drittl√§nder. (4) Alle Kosten und Geb√ľhren f√ľr die Ausbettung und √úberf√ľhrung von deutschen oder russischen Kriegstoten ins Ausland gehen zu Lasten der Antragsteller. (5) Bei der Ausbettung von Kriegstoten zur √úberf√ľhrung k√∂nnen Vertreter der Beh√∂rden beider Vertragsparteien anwesend sein. Artikel 8 (1) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland beauftragt den "Volksbund Deutsche Kriegsgr√§berf√ľrsorge e.V." (nachstehend "Volksbund" genannt) mit der technischen Durchf√ľhrung der Aufgaben in der Russischen F√∂deration, die sich aus diesem Abkommen f√ľr die deutsche Seite ergeben. (2) Die Regierung der Russischen F√∂deration beauftragt den "Verband f√ľr Internationale Zusammenarbeit bei der Pflege von Soldatengedenkst√§tten" (nachstehend "Verband Soldatengedenkst√§tten" genannt) mit der technischen Durchf√ľhrung der sich aus diesem Abkommen f√ľr die russische Seite ergebenden Aufgaben. (3) F√ľr den Fall, da√ü eine der Vertragsparteien eine andere Organisation beauftragen will, wird hier√ľber Einvernehmen zwischen den Vertragsparteien hergestellt. Artikel 9 (1) Die Regierung der Russischen F√∂deration gew√§hrt dem Volksbund jede m√∂gliche Unterst√ľtzung, insbesondere den Zugang zu den bei allen Beh√∂rden und sonstigen Einrichtungen jetzt oder in Zukunft verf√ľgbaren Unterlagen √ľber deutsche Kriegsgr√§ber und verstorbene deutsche Soldaten. Andere Vereinbarungen und Absprachen bleiben unber√ľhrt. (2) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland gew√§hrt dem Verband Soldatengedenkst√§tten ebenfalls Unterst√ľtzung, insbesondere bei der Zurverf√ľgungstellung aller Dokumente, die √ľber die Identit√§t und die Grablage russischer Kriegstoter Auskunft geben, auch wenn diese Unterlagen erst zu einem sp√§teren Zeitpunkt aufgefunden werden. (3) Zur Durchf√ľhrung seiner Aufgaben kann der Volksbund Vertreter, Fachkr√§fte und sonstiges Personal in die Russische F√∂deration entsenden. Artikel 10 (1) Der Volksbund bedient sich bei der Ausf√ľhrung der sich bei der Durchf√ľhrung dieses Abkommens ergebenden Arbeiten nach M√∂glichkeit √∂rtlicher Arbeitskr√§fte und √∂rtlichen Materials gem√§√ü den im freien Wettbewerb √ľblichen Bedingungen. (2) Der Volksbund kann auch aus der Bundesrepublik Deutschland oder einem anderen Mitgliedsstaat der Europ√§ischen Gemeinschaft Ger√§te, Transportmittel, Material und Zubeh√∂r, die f√ľr die Durchf√ľhrung der in diesem Abkommen erw√§hnten Arbeiten erforderlich sind, in die Russische F√∂deration einf√ľhren und wieder ausf√ľhren. (3) F√ľr die Zollabfertigung dieser Waren gilt folgendes:a) Ger√§te und Transportmittel, die vor√ľbergehend eingef√ľhrt werden, werden bei ihrer Einfuhr in die Russische F√∂deration auf Einfuhr-Ausfuhr-Zollvermerk mit dem Vorbehalt abgefertigt, da√ü die genannten Ger√§te und Transportmittel nach Beendigung der Arbeiten wieder ausgef√ľhrt werden;b) Material und Zubeh√∂r, das f√ľr die Errichtung, Ausschm√ľckung oder Pflege der Gr√§ber, Gedenkst√§tten oder Friedh√∂fe bestimmt ist, bleibt frei von Eingangsabgaben, wenn den Zollbeh√∂rden zus√§tzlich zur regul√§ren Einfuhrerkl√§rung vorgelegt werden:- eine genaue Aufstellung der eingef√ľhrten Waren,- eine von einer dazu ordnungsgem√§√ü befugten Person unterzeichnete Verpflichtungserkl√§rung, die die verpflichtende Zusicherung enth√§lt, da√ü die genannten Waren nur f√ľr die in diesem Abkommen vorgesehenen Zwecke verwendet werden. Artikel 11 (1) Die gem√§√ü Artikel 4 Absatz 1 vereinbarte √úberlassung der als deutsche Kriegsgr√§berst√§tten dienenden Gel√§ndefl√§chen gibt dem Volksbund die Befugnis, im Rahmen der einschl√§gigen russischen Rechtsvorschriften alle Herrichtungs- und Versch√∂nerungsarbeiten auf den Kriegsgr√§berst√§tten sowie den Bau geeigneter Zufahrtswege, Aufenthaltsr√§ume und sonstiger Einrichtungen f√ľr Besucher unmittelbar auszuf√ľhren. (2) Der Volksbund sorgt daf√ľr, da√ü bei Bauarbeiten alle hygiene- und gesundheitsrechtlichen Anforderungen beachtet werden, die die russischen Gesetze vorsehen. Er befolgt die einschl√§gigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften √ľber Friedhofsordnungen. Artikel 12 Volksbund und Verband Soldatengedenkst√§tten arbeiten bei der Erf√ľllung ihrer Aufgaben eng zusammen. Sie regeln unmittelbar die Einzelheiten der fachlichen und technischen Durchf√ľhrung dieses Abkommens. Artikel 13 Dieses Abkommen tritt einen Monat nach dem Tag in Kraft, an dem die Vertragsparteien einander notifiziert haben, da√ü die erforderlichen innerstaatlichen Voraussetzungen f√ľr das Inkrafttreten erf√ľllt sind. Geschehen zu Moskau am 16. Dezember 1992 in zwei Urschriften, jede in deutscher und russischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleicherma√üen verbindlich ist. F√ľr die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Klaus Blech F√ľr die Regierung der Russischen F√∂deration A. Kosyrew

Volksbund Deutsche Kriegsgr√§berf√ľrsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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Informationen

F√ľr bestimmte Gebiete und Kriegsgr√§berst√§tten haben wir L√§nder- und Themenheften erstellt, die Sie sich hier als PDF herunterladen k√∂nnen.