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Gedenken an Vermisste in Russland

Über 100.000 Namen stehen auf Würfeln in Rossoschka nahe Wolgograd

Vor 15 Jahren, am 9. September 2006, wurde die Gedenkstätte „Namen für Rossoschka“ bei Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, in Anwesenheit von rund 300 Angehörigen eingeweiht. Heute stehen die Namen von über 100.000 Vermissten auf den großen Steinwürfeln. Doch die Arbeit – und die Suche – gehen weiter.

Immer wieder werden Soldaten gefunden, geborgen und würdig bestattet. Ein Drittel von ihnen kann noch identifiziert werden, ihre Angehörigen erhalten Nachricht. Doch auch die Vermissten dürfen nicht vergessen werden. Ihre Namen stehen auf den Granitwürfeln auf der deutschen Kriegsgräberstätte Rossoschka. 

Auf der Rundmauer läuft ein steinernes Schriftband. Dort werden die Namen der 36.218 Gefallenen genannt, die geborgen und identifiziert werden konnten. Die meisten von ihnen starben im Kessel und dem Gebiet rund um das ehemalige Stalingrad.

Auf den 126 Würfeln sind 119.505 Namen zu lesen. Auf den Würfeln 1 bis 107 und 125 bis 126/8 stehen 104.492 Namen von Vermissten; auf den Würfeln 108 bis124, 126/8 bis 126/19 stehen 15.013 Namen von nicht mehr zu bergenden Toten.

Der Volksbund arbeitet weiter: 2021 sollen über 4.500 weitere Namen auf fünf neuen Würfeln zu lesen sein.  
 

Elena Deiker aus dem Referat Bau der Volksbund-Abteilung Gräberdienst beantwortet häufig gestellte Fragen:

Ist das Gravieren auf den Würfeln trotz Pandemie in diesem Jahr möglich?

Ja, das haben wir fest geplant.

Werden die Würfel direkt in Russland gefertigt?

Der benötigte Granit Sheltau stammt aus Kasachstan und wird nach Russland geliefert.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Die Ausschreibung, die  Angebotseinholung und die Auftragsvergabe erfolgt durch das Baureferat bis Ende April. Im Mai und Juni wird das Material beschafft und zum 1. Juli wird das Referat Gräbernachweis die Datenliste freigegeben. Dann soll von Mittel Juli bis Ende August beschriftet werden. Bis Ende September soll alles fertig sein.


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