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Gräbersuche-Online

Friedrich Taubhorn

Geburtsdatum 29.11.1904

Geburtsort -

Todes-/Vermisstendatum 05.05.1945

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Revieroberwachtmeister

Friedrich Taubhorn ruht auf der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn .

Endgrablage: Block BK Reihe 9 Grab 222

  • Name und die persönlichen Daten von Friedrich Taubhorn sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet. Sie können gern einen Auszug bei uns bestellen.
  • Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
  • Falls Friedrich Taubhorn mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
  • Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Ysselsteyn, Niederlande

Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart Die Kriegsgräberstätte ist nach ihrer Fläche die größte deutsche Kriegsgräberstätte weltweit. Mehr als 31.700 Kriegstote haben hier ihre Ruhestätte gefunden. Auf dem Gelände der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn unterhält der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine seiner vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten. Nur etwa 20 Kilometer von der niederländisch-deutschen Grenze entfernt befindet sich die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn. Sie ist die einzige deutsche Kriegsgräberstätte in den Niederlanden und liegt acht Kilometer südwestlich von der Gemeinde Venray in der Provinz Limburg. Seit der Übergabe am 1. November 1976 durch die niederländische Regierung an die Bundesrepublik Deutschland verwaltet und pflegt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. die Anlage, die die größte deutsche Kriegsgräberstätte weltweit ist. Ihre Fläche von 28 Hektar entspricht in etwa der Größe von 40 Fußballfeldern. „Jedes Kriegsgrab ist ein Aufruf, der Gewalt zu entsagen; Kriege lösen keine Probleme, sie schaffen nur Ungerechtigkeiten und Leiden.“ (Prof. Dr. Willi Thiele, damaliger Präsident des Volksbundes, am 7. November 1976 in seiner Rede zur offiziellen Übergabe der Kriegsgräberstätte) Zentrale Ruhestätte in den Niederlanden Auf dem Friedhof sind alle deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs bestattet, die auf niederländischem Gebiet gefallen sind. Außerdem ruhen hier u.a. niederländische, polnische und russische Soldaten, die in deutscher Uniform gekämpft haben, sowie Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg. Etwa 3.000 deutsche Soldaten hatte der amerikanische Gräberdienst zunächst neben dem amerikanischen Soldatenfriedhof Margraten in der Nähe von Maastricht beerdigt, ehe sie nach Ysselsteyn umgebettet wurden. Sie waren in den letzten Kriegsmonaten im Süden der Niederlande, Hürtgenwald oder bei der Ardennen-Offensive gefallen. In Ysselsteyn fanden auch 1.700 deutsche Soldaten ihre Ruhestätte, die im Gebiet um Arnheim zu Tode kamen. Im Frühjahr 1949 wurden 475 deutsche und georgische Gefallene von der Insel Texel nach Ysselsteyn überführt. Sie waren beim „Aufstand der Georgier“ gefallen. Auch zivile Opfer bekamen hier ihr Grab: Es waren Männer, Frauen und Kinder, unter anderem aus dem Internierungslager in Vught, südlich von 's-Hertogenbosch. Einst waren in Ysselsteyn auch italienische Kriegstote bestattet, die aber später in ihre Heimat überführt wurden. Der Friedhof ist in 116 Blöcke mit meist zwölf Reihen zu je 25 Gräbern unterteilt. Fast alle Gefallenen ruhen in Einzelgräbern. Es gibt nur wenige Gemeinschaftsgräber. Im linken vorderen Teil der Friedhofsanlage ruhen 87 Kriegstote des Ersten Weltkriegs, an die ein durch den Volksbund 1937 gestifteter Sarkophag aus Muschelkalk als Ehrenmal erinnert. 74 Kreuze sind ringförmig um den Sarkophag angelegt und kennzeichnen die Einzelgräber. 13 Gefallene ruhen in einem gemeinsamen Grab unter dem Sarkophag. Ein von Angehörigen gespendetes Glockenspiel spielt alle 30 Minuten einen Choral. Entstehung der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn Der Friedhof in Ysselsteyn war zunächst nicht geplant. Denn die Niederlande wollten ursprünglich alle deutschen Kriegstoten im gesamten Land exhumieren und in Deutschland auf einem Sammelfriedhof im grenznahen Bereich des Niederrheins bestatten lassen. Die niederländische Regierung kam aber dem Wunsch der Amerikaner nach, die deutschen Gefallenen vorläufig noch in den Niederlanden zu belassen. Am 15. Oktober 1946 begann der niederländische Gräberdienst damit, alle deutschen Gefallenen von den Zivilfriedhöfen und aus Feldgräbern überall im Land zu exhumieren und auf dem Friedhof in Ysselsteyn beizusetzen. Von Maastricht bis zur Insel Ameland lagen die gefallenen deutschen Soldaten über das gesamte Land verstreut. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Dienststelle in Berlin und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.konnte der niederländische Gräberdienst in den 60er Jahren nach Öffnung der Gräber mit Unbekannten 7.330 Tote identifizieren. Lodewijk Johannes Timmermans Er gilt als „Vater des Soldatenfriedhofes Ysselsteyn“: Der niederländische Kapitein (Hauptmann) Lodewijk Johannes Timmermans war dort von 1948 bis 1976 im Auftrag seiner Regierung als Verwalter tätig. Auch nach seiner Pensionierung engagierte sich Timmermanns noch viele Jahre lang für Jugendbegegnungen und Gedenken. Er starb 1995. Seinem letzten Wunsch entsprechend, wurde seine Asche über den Friedhof in Ysselsteyn verstreut. Ein Gedenkstein unweit des Hochkreuzes erinnert an den niederländischen Freund. Begegnungsstätte für alle Gruppen Zwischen Mai 1977 und Oktober 1981 setzten Soldaten der Bundeswehr neue Grabkreuze. Am 6. Oktober 1981 übergab der damalige Präsident des Volksbundes, Josef Schneeberger, die Anlage dem Landesverband Nordrhein-Westfalen als Betreuungsfriedhof. Und der startete 1982 das „Projekt Ysselsteyn“, bei dem Kriegsgräberstätten als Begegnungsstätten vor allem für Jugendliche dienen sollen. Jugendgruppen und Schulklassen können hier seitdem an historisch-politischen und friedenspädagogischen Bildungsangeboten teilnehmen. Nach einer eher spartanischen Anfangszeit wurde die gesamte Jugendbegegnungsstätte 1998 neu gestaltet und erweitert. Heute bieten in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Ysselsteyn im Naturgebiet „De Peel“ sieben Holzpavillons Platz für 91 Gäste. Im Gemeinschaftsgebäude befinden sich ein Speisesaal sowie Seminar- und Freizeiträume. Die historisch und pädagogisch qualifizierten Fachkräfte legen in Bildungsprogrammen und Projekten für Jugend- und Erwachsenengruppen den Fokus auf historisch-politische Bildung. Sie sollen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und eine Kultur der Toleranz, des Friedens und der Gewaltlosigkeit fördern. Der Volksbund unterhält weitere Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten in Golm (Deutschland), Lommel (Belgien) und Niederbronn-Les-Bains (Frankreich). Ginkgo als Friedenssymbol 50 Jahre nach dem Kriegsende wurde 1995 zum Gedenken ein Ginkgo-Baum in Ysselsteyn gepflanzt. Ein weiterer folgte im Jahr darauf. Niederländische und deutsche Schülerinnen setzten ihn mit dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde Venray in den Boden. Der Ginkgo ist ein „lebendes Fossil“ und steht für Frieden. Nach dem Atomschlag auf Hiroshima im August 1945 hatte ein Ginko als erste Pflanze wieder grüne Blätter bekommen, und das, obwohl er nur rund 800 Meter vom Zentrum der Atombombenexplosion entfernt stand und um ihn herum alles zerstört war. Seither gilt das Ginkgo-Blatt als Zeichen der „Hoffnung auf junges Wachsen im Frieden“. Das neue Besucherzentrum Das 2021 in Gebrauch genommene Besucherzentrum ist die zentrale Anlaufstelle für alle Besucher der Kriegsgräberstätte. Hier finden Sie nicht nur praktische Informationen zum Besuch des Friedhofs, sondern auch zu den hier liegenden Kriegstoten. Die neue Multimedia-Ausstellung er-zählt die Geschichte der Kriegsgräberstätte und bietet Besuchern die Möglichkeit, die Geschichten hinter den Kreuzen zu entdecken. Im Besucherzentrum stehen Räume für Tagungen, Vorträge und Präsentationen zur Verfügung, die im Rahmen von Bildungsprojekten genutzt werden. Heutzutage vertritt die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn einen zentralen Platz im Landschaft der niederländischen und europäischen Erinnerungskultur und ist unter anderem verbunden mit der Liberation Route Europe. Viele Projekte werden gemeinsam mit anderen niederländischen Hochschulen, Universitäten, Museen und Erinnerungszentren gestaltet.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Ysselsteyn/Niederlande"
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  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
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  • Informationstafel Ysselsteyn in den Niederlanden
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