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Pressemeldungen

Gedenken an die Opfer des Massenmordes in Lettland

Neue Dauerausstellung / Volksbund, Botschaften und Jüdische Gemeinde arbeiten eng zusammen

Delegierte aus mehr als 30 Städten des Riga-Komitees, von Würzburg bis Berlin, von Wien bis Rheine erinnern vom 4. bis 6. Juli 2022 an zahlreichen Orten an die Opfer des Holocausts in Lettland vor über achtzig Jahren. Das Riga-Komitee, die Deutsche und die Österreichische Botschaft in Riga und die Jüdische Gemeinde werden eine Reihe besonderer Gedenkveranstaltungen realisieren. In diesem Rahmen eröffnen der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie die beiden Botschaften neue Ausstellungen. Das Gesamtprogramm in Riga und in Bikernieki wurde von den Beteiligten gemeinsam entwickelt und wird auch so umgesetzt. 

Riga, die lettische Hauptstadt, malerisch an der Ostsee gelegen, war für Zehntausende jüdischer Menschen aus dem „Großdeutschen Reich“ die letzte Station einer Reise in den Tod. Riga zählt damit zu einem der ersten Orte des Massenmordes an Jüdinnen und Juden im Zweiten Weltkrieg. Lange blieb diesen Opfern, die in der nahen Umgebung, den Wäldern von Bikernieki und Rumbula, in Jungfernhof und Salaspils ermordet wurden, ein eigenes Gedenken verwehrt. Dies konnte sich erst nach dem Ende der Sowjetunion frei entwickeln. Das Riga-Komitee, gegründet im Jahr 2000, arbeitet daran, den Toten, soweit möglich, ihre Namen zurückzugeben und einen würdigen Ort der Trauer und des Gedenkens zu schaffen. 

Delegierte der Städte und Gemeinden des Riga-Komitees werden die Orte des Geschehens besuchen und der Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten gedenken. 

 

Wichtige Termine

Zu den folgenden Terminen sind Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich eingeladen: 

Am 4. Juli, dem lettischen Holocaust-Gedenktag, lädt die Jüdische Gemeinde um 12.00 Uhr zur offiziellen Gedenkveranstaltung  an die Ruine der Großen Choral-Synagoge, Ecke Gogola ieala/Dzirnavu iela ein. Um 14.00 Uhr führt Ilya Lensky, Direktor des Museums der Juden in Lettland, über das Gelände „Jungfernhof“ mit den Überresten des ersten Konzentrationslagers in Lettland.

Am 5. Juli um 9:30 Uhr gedenken Riga-Komitee und Volksbund auf der Gräber- und Gedenkstätte Bikernieki an Verschleppung und Massenmord vor 80 Jahren und eröffnen dort anschließend eine neue Dauerausstellung. Sie ist als Außenausstellung konzipiert und bindet einen weniger bekannten Teil des Holocaust in der Zeit der deutschen Besatzung des Baltikums und den Krieg im Osten ein. Dort besteht die Möglichkeit, mit den Kuratoren der Ausstellung, der Agentur Kursiv aus Dresden sowie Verantwortlichen des Volksbund und des Riga-Komitees zu sprechen. Um 16.00 Uhr eröffnen die Deutsche und die Österreichische Botschaft Open Air Ausstellungen über die Deportationen nach Riga. Die Delegation trifft sich auch mit Zeitzeugen und der jüdischen Gemeinde in Riga.

 

Das Riga-Komitee

Das Riga-Komitee wurde im Mai 2000 von 13 Städten und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gegründet. Es will an die Deportation und Verschleppung ihrer jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn über Riga in die Vernichtungslager nach Osteuropa erinnern. Heute gehören dem Riga-Komitee fast 70 Städte an. Weitere Beitritte sind für den September geplant.

 

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