Pressemitteilung

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Gedanken und Gedenken in schwieriger Zeit
75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg: Zahlreiche Veranstaltungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Berlin anlässlich des 8. Mai
06. Mai 2020

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation Deutschlands - 75 Jahre später veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Berlin trotz Corona-Krise stille Gedenkveranstaltungen sowie eine europäische Jugendkonferenz. Dabei spannt sich der Bogen vom länderübergreifenden Austausch via Video im Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst über Kranzniederlegungen auf dem Commonwealth War Cemetery und dem Jüdischen Friedhof Heerstraße bis zum Gedenken vor dem Sowjetischen Ehrenmal. Zu allen Terminen sind Medienvertreter herzlich eingeladen. Selbstverständlich unter Beachtung der aktuell gültigen Hygienevorschriften und Abstandsregeln sowie schriftlicher Anmeldung unter presse@volksbund.de

Zugleich stiftet der Volksbund erstmals einen Deutschen Friedenspreis, dessen Gestaltungswettbewerb jetzt startet. Gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag hat der Volksbund ein Statement zum 8. Mai veröffentlicht. Und in Moskau feiert ein deutsch-russisches Forschungsprojekt seinen ersten Erfolg. Alle Unterlagen finden Sie in dieser Pressemappe, um Veröffentlichung wird gebeten.

Gedenken an alle Opfer des Krieges am 8. Mai am Sowjetischen Ehrenmal und auf dem Waldfriedhof Heerstraße

Mit einer gemeinsamen Zeremonie in der Mitte Berlins beginnen die Gedenkfeiern rund um den 8. Mai. Schon am Morgen legt der Präsident des Volksbundes, Wolfgang Schneiderhan, am Sowjetischen Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni einen Kranz nieder.

Der Britische Botschafter, S.E. Sir James Sebastian Lamin Wood, sowie der Botschafter Kanadas in Berlin werden gemeinsam mit Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan und Generalsekretärin Daniela Schily um 10.30 Uhr auf dem Commonwealth War Cemetery an der Heerstraße den über 3.500 vorwiegend jungen Toten gedenken, die dort bestattet sind. Viele von ihnen starben im Luftkampf um Berlin.

Gegen 11.30 Uhr wird Wolfgang Schneiderhan zum Gedenken an die Opfer der Shoah und der jüdischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges einen Kranz auf dem jüdischen Friedhof Heerstraße ablegen.

Im Anschluss daran, voraussichtlich ab 12.15 Uhr werden auf der deutschen Kriegsgräberstätte auf dem Waldhof Heerstraße der über 1.200 Kriegstoten beider Weltkriege gedacht, die dort bestattet sind. Dort sind neben Deutschen auch Kriegstote aus Ungarn, Italien, Belgien, Rumänien und der Sowjetunion bestattet.

Deutsch-russisches Forschungsprojekt feiert ersten Erfolg

In Moskau findet am 6. Mai um 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) eine ganz besondere Veranstaltung statt, die im Zeichen der Erinnerung und Versöhnung steht. Dr. Géza Andreas von Geyr, der deutsche Botschafter in Moskau, übergibt an Russland Daten von sowjetischen Soldaten, die in deutscher Kriegsgefangenschaft starben. Dies ist ein erster Erfolg des Gemeinschaftsprojektes "Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte". So können ein Dreivierteljahrhundert nach Kriegsende Familien noch Gewissheit über das Schicksal ihrer Vermissten erhalten. Träger auf deutscher Seite dieses Projektes ist der Volksbund, die Übertragung der Veranstaltung kann hier verfolgt werden: https://tass.ru/press/9843 oder https://facebook.com/presstass/

PEACE-LINE-Konferenz mit Europas Jugend in Karlshorst

Das internationale Jugendprojekt PEACE LINE startet an einem der geschichtsträchtigsten Ort in Berlin. Im heutigen Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst unterzeichnete vor 75 Jahren Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel die Kapitulationsurkunde. Doch in der virtuellen Diskussion am Freitagabend werden die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern auch aktuelle Themen ansprechen, die sie bewegen: Schadet die Corona-Krise Europa? Führt sie zu einem neuen Nationalismus? Den Fragen der Jugendlichen, die teilweise vorab übermittelt wurden, stellen sich die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan und Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums. Die Diskussion kann live verfolgt werden: https://kurzelinks.de/9fqd. Via Chat ist auch eine direkte Teilnahme an der Debatte möglich

Volksbund stiftet Friedenspreis und startet mit einem Gestaltungswettbewerb

Seit über 100 Jahren sucht und findet der Volksbund die Toten der Kriege, pflegt ihre Gräber und informiert und tröstet Angehörige. Daraus zieht er den Auftrag zur einer vielfältigen Erinnerungs- und Friedensarbeit ab. Nun stiftet der Volksbund den Deutschen Friedenspreis. Mit ihm sollen Menschen gewürdigt werden, die sich mit dem Wissen um den Wert der Erinnerungskultur für den Frieden einsetzen. Der Preis soll vom kommenden Jahr an jährlich verliehen werden. Jetzt soll er gestaltet werden und dazu schreibt der Volksbund einen Gestaltungswettbewerb aus. Alle Informationen unter www.volksbund.de

"Was bedeutet der 8. Mai für mich?" Diese Frage beantworten auf der Homepage des Volksbundes seit Ende April ganz unterschiedliche Menschen - von Prominenten wie Altbundespräsident Horst Köhler über Margot Käßmann bis zu TV-Moderator Günther Jauch, aber auch Jugendliche und Mitglieder des Volksbundes. Bis zum 2. September können Sie diese Statements auf unserer Seite sehen und hören: www.volksbund.de


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