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Friedhofspflege frühes Zeichen der Versöhnung

Abschied nach 40 Jahren in Volksbund-Diensten: Goldenes Ehrenkreuz für Didier Niquet, Sohn eines französischen Soldaten

40 Jahre Arbeit für den Volksbund – für sein großartiges Engagement hat Generalsekretär Dirk Backen Didier Niquet das Goldene Ehrenkreuz des Volksbundes verliehen, als er ihn in den Ruhestand verabschiedete. Der 62-jährige Niquet hatte seit 1981 den Friedhof Fort-de-Malmaison westlich von Reims in Frankreich gepflegt.

Auf diesem, am 21. August 1965 eingeweihten deutschen Soldatenfriedhof im Gebiet der Ile de France ruhen mehr als 11.841 gefallene Angehörige der deutschen Wehrmacht. Sie waren – unter anderem nach dem Frankreich-Feldzug und den schweren Kämpfen um die Höhen des Aisne-Tales 1940 – bereits 1941 bis 1944 vom Gräberdienst der Wehrmacht dort bestattet worden. Zum Teil hatte auch der französische Gräberdienst Gebeine nach 1945 auf diesen Friedhof überführt.

 

Lob für großes Engagement

Guido Wolf, Vorsitzender im Landesverband Baden-Württemberg und ehemaliger Landesminister für Justiz und Europa, heftete Niquet das Ehrenkreuz ans Revers. Arne Schrader, als Abteilungsleiter Gräberdienst auch zuständig für die französischen Friedhöfe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, lobte Niquets großes Engagement: „Sie haben schon für uns hier gearbeitet, als noch kaum ein Franzose auf einem deutschen Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkrieges arbeiten wollte.“ Didier Niquet ist der Sohn eines französischen Soldaten, der gegen die Wehrmacht gekämpft hatte – auch deshalb sei sein Werdegang beispielhaft.

Von Ruhestand will der 62-Jährige allerdings nichts wissen. Er werde sich handwerklichen Dingen und seinem Garten daheim widmen – und außerdem sei er ja der Bürgermeister seines Heimatortes, sagte der Geehrte. Die Pflege der sieben Hektar großen Anlage wird nun sein Kollege Pascal Vuilloz mit den Pflegarbeitern übernehmen. Zwei bis drei Tage, so seine Schätzung, brauchen sie allein für das Mähen aller Rasenflächen.
 

Bundeswehr unterstützt tatkräftig 

Unterstützung gab es durch ein Arbeitskommando des Bataillons für Elektronische Kampfführung 931 und der Auswertezentrale aus Daun unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Helmut Mathey. Die Soldatinnen und Soldaten hatten die Metallkreuze mehrerer Blöcke abgeschliffen und neu lackiert. Zum Dank überreichte Generalsekretär Dirk Backen ihnen eine kleine Erinnerungsmünze des Volksbundes.

Bis zu seiner Zerstörung 1918 hatte in der Nähe des Friedhofes das mächtige Fort de la Malmaison gestanden, das ab 1878 zur Verteidigung gegen Preußen gebaut worden war. Das Fort deckte die Straßen nach Soissons und Laon und war auf dieser Route das letzte Hindernis für einen Angreifer auf dem Weg nach Paris. Die Entwicklung neuer Granaten machte es allerdings nach und nach überflüssig. 1911 wurde es aufgegeben und verkauft, 1918 in der zweiten Marneschlacht zerstört.
 

Erkundung am Winterbergtunnel

Die Auszeichnung für Didier Niquet und seine Verabschiedung in den Ruhestand fand im Rahmen einer Erkundung am Winterberg-Tunnel statt. Einen Bericht dazu finden Sie hier.

 

Harald John Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit

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