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Gedenken auf Kreta: „Aus der Erinnerung Kraft schöpfen“

Internationale Beteiligung an Veranstaltung der Deutschen Botschaft auf Kriegsgräberstätte Maleme

81 Jahre nach der Invasion der Wehrmacht auf Kreta hatte die Deutsche Botschaft Athen zu einer internationalen Gedenkveranstaltung auf die Kriegsgräberstätte Maleme eingeladen. „An Orten wie diesem spüren wir unmittelbar den Widersinn von Krieg und ungezügelter Gewalt“, sagte Heike Dettmann als Botschafts-Vertreterin. Regional- und Kommunalpolitiker schlossen sich mit Reden an.
 

Traditionell stehen im Mai in Chania und Umgebung die Opfer der Schlacht und der Besatzungszeit im Mittelpunkt. Am 22. Mai 2022 legten außer dem Volksbund und der Bundeswehr auch Vertreter Australiens, Kanadas, Neuseelands und des Vereinigten Königreiches Kränze nieder, außerdem die auf Kreta stationierten ausländischen und hellenischen Streitkräften sowie Bürgermeister, Gemeindevertreter und Verbände.
 

„Scham und Trauer bis heute“

Heike Dettmann vertrat als Geschäftsträgerin a.i. Botschafter Dr. Ernst Reichel und hielt die Gedenkrede: „Der von Deutschland geführte Angriffskrieg, die im deutschen Namen verübten Kriegsverbrechen und die lange Leugnung dieser Verbrechen erfüllen uns heute mit Scham und Trauer.“ Kondomári, Kándanos und Flória – dies seien nur einige Orte des Schreckens und des Leids, die nicht in Vergessenheit geraten würden.

Heike Dettmann schlug auch den Bogen zur Gegenwart: „Dass Europa nach den zwei Weltkriegen des 20. Jahrhunderts von Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen verschont bleiben würde, war eine Illusion. Lassen Sie uns aus der Erinnerung die Kraft schöpfen, uns für gemeinsame Werte einzusetzen und das Trennende zu überwinden“, sagte sie.
 

„Krieg aus unserem Leben fernhalten“

Nikolaos Kalogeris, stellvertretender Regionalgouverneur von Chania, sprach von der Verpflichtung, „mit aller Kraft dazu beizutragen, den Krieg aus unserem Leben fernzuhalten. Eine Verpflichtung, die heute dringender denn je zu sein scheint, da sich Europa wieder einmal im Wirbel einer militärischen Auseinandersetzung befindet.“

Spontan nahm Ioannis Malandrakis, Bürgermeister der Gemeinde Platanias, die Gelegenheit wahr, zu den internationalen Gästen zu sprechen. Er hatte die deutsche Kriegsgräberstätte im Oktober 2021 zum ersten Mal besucht, als der Volksbund die neue ständige Ausstellung eröffnet hatte.
 

Aus Saarlouis zum Pflegeeinsatz 

Auch die Luftlandebrigade 1 aus Saarlouis legte einen Kranz nieder. Sie hatte die Kriegsgräberstätte im Rahmen eines Pflegeeinsatzes vom 10. bis 25. Mai unter der Leitung von Stabsfeldwebel Dirk Bremm mit vorbereitet und Friedhofsverwalter Emmanuel Papaderos und das Pflegeteam unterstützt. Papaderos richtete die Schleifen am Kranz des Volksbundes.

Gebete sprachen der orthodoxe Militärpriester Pater Marinos Paterakis, der evangelische Pfarrer i.R. Helmut Schwalbe und der katholische Pater Luca Romani. Das Musikkorps der 5. Division Kreta spielte Stücke von Johann Sebastian Bach, Dimitri Bortniasky und die griechische sowie die deutsche Nationalhymne.

 

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