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Mit dem Fahrrad nach Motta Sant’Anastasia

Zum Gedenken an Luz Long reist David Desideri von Rom nach Motta Sant’Anastasia

David Desideri wollte diese lange Reise zu Luz Longs Grab schon ewig machen. Er hörte von der Geschichte von Luz Long schon vor 20 Jahren. Ihn beeindruckte „die Ethik“, mit der Luz Long während des Dritten Reiches agierte, so Desideri. Es gefiel ihm, wie Long gegen die öffentlichen Zwänge des Nationalsozialismus handelte. Daher entschied er sich, den Ort zu finden, wo dieses „außergewöhnliche Leben“ sein Ende fand. Aufgrund der Länge der Strecke teilte Desideri die Strecke in mehrere Fahrrad-Etappen ein, darunter Zwischenziele wie Neapel und Maratea.

 

Der Sportler Luz Long

Carl-Ludwig Long, mit Spitznamen Luz Long genannt,  war ein deutscher Ausnahmesportler. Er wurde mehrfach Deutscher Weitsprungmeister und errang bei den Olympischen Sommerspielen von Berlin 1936 die olympische Silbermedaille im Weitsprung. 1913 in Leipzig geboren, lebte er zeitlebens für den Sport bis zu seinem Tod 1943 auf Sizilien. Ein Foto, für das Long viel Lob erhielt, zeigt ihn mit dem schwarzen US-Amerikaner Jesse Owens bei den Olympischen Spielen 1936. Im Weitsprungfinale wurde Owens Erster, Long Zweiter. Nach dem Duell umarmte Luz Long seinen Konkurrenten Owens und lief mit ihm Arm in Arm über den Sportplatz. Long machte dies, obwohl die nationalsozialistische Elite um Hitler anwesend war und von der anzunehmen ist, dass sie Longs Geste der Fairness und Menschlichkeit mit ihrem rassistischen Gedankengut ablehnen würde. In den letzten Kriegsjahren wurde Luz Long dann in die Wehrmacht eingezogen. Während des Einsatzes in Süditalien kamen ihm Zweifel an der Sinnhaftigkeit seines Tuns und er fürchtete für die falsche Seite zu sterben, so schrieb er es in einem Brief an seinen Freund Jesse Owens. Luz Long fiel 1943 während eines Einsatzes auf Sizilien. Dort kann man sein Grab auf der Kriegsgräbergedenkstätte Motta Sant’Anastasia besuchen. 

Motta Sant’Anastasia

Im Rahmen des 1955 geschlossenen deutsch-italienischen Kriegsgräberabkommens wurde vereinbart, auf Sizilien eine Kriegsgräberstätte zu schaffen, in der alle auf dieser Insel gefallenen deutschen Soldaten eine letzte Ruhestätte finden. Am 25. September 1965 konnte sie der Öffentlichkeit übergeben werden. An einer Nebenstraße, welche die Verbindung zu dem kleinen Ort Motta St. Anastasia herstellt, liegt das umfriedete Gelände der Kriegsgräberstätte. Mehr als 5.400 deutsche Soldaten haben auf der Insel ihr Leben lassen müssen.

 

 

Text: Katrin Kronitz-Pehl
 

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