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Neue deutsch-griechische Perspektiven

Workshop auf Kreta: Studentinnen und Studenten erarbeiten Material für Workcamps in Maleme

Wo, wenn nicht an einem solchen Ort bietet sich das Lernen aus der Geschichte an? Mit der neuen Dauerausstellung ist die Kriegsgräberstätte Maleme noch besser für internationale Jugendbegegnungen geeignet. Ergänzend haben Studentinnen und Studenten aus Berlin pädagogisches Material erarbeitet – unter anderem in einem deutsch-griechischen Workshop auf Kreta im Rahmen einer Kooperation.

Zur Anleitung des Dialoges junger Menschen braucht es diese neuen Lerneinheiten. Sie führen in die deutsch-griechische Geschichte während des Zweiten Weltkrieges ein und helfen künftig, die Kriegsgräberstätte Maleme und die Ausstellung bei internationalen Jugendbegegnungen des Volksbundes zu erkunden. „Doch wie kann das gut gelingen? Welche Ideen haben angehende Geschichtsvermittlerinnen und -vermittler? Wie kann man sowohl der jüngeren Generation als auch deutschen und griechischen Perspektiven gerecht werden?“

Mit diesen Fragen umreißt Dr. Vasco Kretschmann, Leiter des Fachbereichs „Friedenspädagogisches Arbeiten an Schulen und Hochschulen“, das Ziel eines besonderen Kooperationsprojekts. Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin (Masterstudiengang „Public History“) und der Etz Hayyim Synagoge in Chania oganisierte der Fachbereich einen bilateralen Workshop, gefördert vom neuen Deutsch-Griechischen Jugendwerk.
 

Sensibel, interaktiv, jugendgerecht

Die Studentinnen und Studenten aus Berlin und Chania machten sich viele Gedanken, wie sich die Kriegsgräberstätte historisch sensibel, interaktiv und jugendgerecht erkunden lässt. „Die Lernmaterialien sollen nicht nur die Geschichte dieses Ortes näherbringen, sondern ein Anlass sein, ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen“, erklärte der Student Stefan Strietzel das Ziel.

Die gemeinsam abgestimmten Entwürfe umfassen mehrere Module zur Auseinandersetzung mit Formen des Gedenkens, Biographien von Deutschen und Griechen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, Karikaturen zu den aktuellen deutsch-griechischen Beziehungen und – von zentraler Bedeutung – einer Lern-App für Handy und Tablet zur Erkundung des Ortes.
 

Besuch von „Märtyrerdörfern“

Auf der Kriegsgräberstätte ruhen 4.468 Angehörige der Wehrmacht, die die Insel 1941 besetzt hatten, unter ihnen auch verurteilte Kriegsverbrecher. Um diesen Ort zu verstehen, besuchte die Gruppe daher auch „Märtyrerdörfer“, in denen Deutsche Massaker verübt hatten, wie Kondomari, Kandamos und Floria.

Auch mit dem Schicksal der kretischen Juden beschäftigte sich die Gruppe. Für Diskussionen sorgte die Verherrlichung der deutschen Besatzung Kretas, die bei rechtsextremen Gruppierungen nach wie vor zu finden ist. Daher verband die Gruppe mit Workshop und Ausstellung auch die Hoffnung auf eine gemeinsame Verständigung über diesen Ort: Ein „Denkmal gegen den Militarismus“ solle er mit Hilfe der Ausstellung werden, sagte die griechische Studentin Despina Benioudaki.

Ein Ziel ist bereits erreicht: Deutsche und Griechen sprachen nicht übereinander, sondern gemeinsam über diesen Ort. Und sie konzipierten und testeten gemeinsam Lernmodule, die den Weg für Verständigung in ihrer, aber auch in kommenden Generationen ebenen helfen.

Einen Bericht zur Eröffnung der Ausstellung finden Sie hier.

 

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