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Pfadfinder gedenken der Opfer des D-Days

Boys Scouts erstmals auf der deutschen Kriegsgräberstätte La Cambe

Mehr als 100 Boy Scouts, Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus den USA und vielen Ländern Europas, haben auf der deutschen Kriegsgräberstätte La Cambe der Opfer des Krieges gedacht. Volksbund-Generalsekretär Dirk Backen ermutigte sie, sich für den Frieden und gegen Gewalt und Rassismus zu engagieren. 

 

„Bildet euch eine eigene Meinung und widersteht Rassismus, Hass und Gewalt.“ So lautete die Botschaft, die Volksbund-Generalsekretär Dirk Backen den mehr als 100 Pfadfinderinnen und Pfadfindern auf dem Soldatenfriedhof La Cambe überbrachte. Die weitläufige Gedenkstätte, die nur wenige Kilometer von Omaha Beach entfernt an der französischen Atlantikküste liegt, war erstmals Schauplatz des Treffens der Boy Scouts of America (BSA), deren europäische Organisation 5.000 BSA-Jugendliche und 2.000 Freiwillige betreut. Scott Desjardins als Vertreter der amerikanischen Botschaft und Dick Meijaard von den Boy Scouts hatten junge wie alte Pfadfinder auf den deutschen Friedhof, auf dem mehr als 21.000 Tote aus den Kämpfen in der Normandie ruhen, zu einer gemeinsamen Gedenkzeremonie eingeladen. 

 

Die Lücken in vielen Familien

„Viele, die hier liegen, sind nur 18 Jahre alt geworden“, sagte Alexandre de Bordelius zur Einleitung. Auf La Cambe, so der Länderbeauftragte des Volksbundes für Frankreich, lägen junge Soldaten ebenso begraben wie Kriegsverbrecher. Diese Tatsache dürfe man nicht verschweigen, daraus sollten alle ihre Lehren aus der Geschichte ziehen. „Gerade so ein Friedhof wie dieser“, so BSA-Sprecher John Scott, gebe mit seiner Stille Raum für Gedenken und Reflexion. Darum sei er dankbar, dass der Volksbund dieses Treffen ermöglicht habe.

Generalsekretär Dirk Backen, der eine Inspektionsreise in Frankreich für die Teilnahme an der Zeremonie verlängert hatte, gab Einblick in seine Familiengeschichte. Erst am Tag zuvor habe er auf der Gedenkstätte Orglandes am Grab des Bruders seines Großvaters gestanden. Er könne sich noch gut an die Zeiten erinnern, als in den Familien Väter, Großväter oder Onkel fehlten. Sein Fazit: „There is no glory of the war in germany, and there is no glory of war at all.“

Der Krieg sei nicht nur für Deutschland wenig glorreich, Krieg sei niemals glorreich. Dies sei eine wichtige Lehre auch für die Pfadfinder, ergänzte Scott Desjardins von der U.S.-Botschaft: „Wenn alle die Tugenden der Pfadfinder hätten, wäre die Welt eine bessere.“

Harald John Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit

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