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Volksbund-Kalender 2023: Zwölf starke Fotos und ihre Geschichte

Momentaufnahmen des Fotografen Uwe Zucchi von Gedenkveranstaltungen mit Zitaten, was Frieden heute bedeutet

Seine Arbeit ist ausschließlich für's Auge gedacht – normalerweise. Als Fotograf begleitet Uwe Zucchi die Volksbund-Arbeit seit 2006. Jetzt füllen zwölf ausgewählte Bilder einen Kalender für 2023 und der Fotograf erzählt jeweils seine Geschichte dazu. Ab sofort ist der Kalender mit dem Titel „Gemeinsam gedenken – der Augenblick“ kostenfrei zu bestellen.

 

„40 Grad. Die Hitze steht über den Gräbern. Wendet man den Blick, kann man weit unterhalb den Gardasee sehen, etwa fünf Kilometer Luftlinie. Auf der einen Seite die intensive Auseinandersetzung mit Tod und Leid, auf der anderen Seite Urlaubs-Feeling und die Lust, ins Wasser zu springen. Ein innerer Widerspruch ohne Auflösung.“ Das Foto dazu lässt die Hitze erahnen: die grüne Weite des Gräberfeldes in Costermano, klein der blaue Regenschirm, der einen Mann vor der Sonne schützt.
 

Momentaufnahmen aus neun Ländern

Alle Fotos sind im Rahmen von Gedenkveranstaltungen entstanden, die der Volksbund organisierte oder an denen er teilnahm. In neun Ländern spielen die Szenen, die Uwe Zucchi festgehalten hat. Momentaufnahmen sind es, kein Foto ist gestellt. Allen gemeinsam ist, dass sie für den Fotografen eine besondere Bedeutung haben – ganz gleich, ob sie während einer Veranstaltung entstanden, im Vorfeld oder danach. Warum er diese Augenblicke nicht vergessen wird, beschreibt er auf beeindruckende Weise.

 

 

„Frieden heißt für mich ...”

Ergänzt werden die kurzen Geschichten auf jedem Monatsblatt durch ein Zitat. „Frieden heißt für mich ...” war die Vorgabe, die zwölf Frauen und Männer aller Generationen komplettiert haben. Eine von ihnen ist Olha Vitenko, eine junge Ukrainerin, die vor dem Krieg floh und jetzt in Konstanz studiert. 2021 hatte sie an einem Volksbund-Workcamp in Karlsruhe teilgenommen. „Frieden ist ein Gefühl der Zuversicht in den kommenden Tag“ ist ihr Zitat auf dem Monatsblatt für Januar.

Im Editorial sagt auch Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan, was Frieden für ihn bedeutet: „zunächst einmal menschenwürdiges Zusammenleben in einer Gemeinschaft freier Völker. Das ist das große Ziel. Der kleinste, aber vielleicht wichtigste Teil ist der, den wir tagtäglich dazu beitragen können – nämlich in der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen.“

Serviceteil und Kurzporträt

Zum Serviceteil des Kalenders gehören Informationen über Feiertage und Schulferien und über Kontaktdaten beim Volksbund – in der Bundesgeschäftsstelle, im Hauptstadtbüro, in den Landes- und Bezirksverbänden und bei der Stiftung „Gedenken & Frieden“. Und natürlich ist auch Uwe Zucchi in einem Kurzporträt vorgestellt.

Wir freuen uns, wenn Sie den Kalender kostenfrei bestellen – für sich und gerne für alle in Ihrem Umfeld, die auch Interesse haben könnten. Sie finden ihn hier in der Mediathek.

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