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Wir lassen uns nicht entmutigen!

Der Volksbund intensiviert seine friedens- und bildungspolitische Arbeit in Europa

Aus der Geschichte der Kriege lernen, um den Frieden zu bewahren. Das ist der Auftrag der Jugendbildungsarbeit des Volksbundes. Doch wie können wir diesem Auftrag angesichts des aktuellen Krieges in Europa gerecht werden? 

 

Nie wieder Krieg! So lautete die pazifistische Forderung nach dem Ersten Weltkrieg.  Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt heute dazu bitter: „Euer 'Nie wieder' ist nichts wert!“ Was also können wir jetzt tun?

Seit fast 70 Jahren engagiert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Friedensarbeit: In Workcamps und bei Begegnungsprogrammen kommen Jugendliche aus ehemals verfeindeten Ländern auf Kriegsgräberstätten zusammen. Sie recherchieren Biografien von Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkrieges, sprechen über ihre Familiengeschichten und die Erinnerungskulturen ihrer Heimatländer.

Dieser Austausch bringt sie zusammen und hilft, die Sichtweisen der anderen besser zu verstehen. Junge Menschen entwickeln auf diese Weise eine eigene Haltung, schlagen eine Brücke von der Geschichte zur Gegenwart und lernen, sich für Toleranz, Demokratie und Frieden zu engagieren.

 

Filme über Jugend- und Friedensarbeit 

Der Krieg in der Ukraine hat auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vier Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden tief getroffen. Seit Jahrzehnten bieten sie Programme und Projekte der historisch-politischen Bildung für ungezählte Jugendliche aus ganz Europa an. Über ihre Arbeit informieren nun kurze Filme. Diese stellen die Einzigartigkeit jeder Jugendbegegnungsstätte vor und bieten einen guten Einblick in die Bildungsarbeit des Volksbundes.  

In einem kurzen Überblicksfilm erklären junge Besucherinnen und Besucher, wie sie Kriegsgräberstätten erleben und was Gedenken an die Kriegstoten für sie konkret bedeutet. Keine Geschichtsstunde, kein Buch, auch kein Film kann Geschichte auf dieselbe Weise vermitteln wie der Besuch einer Kriegsgräberstätte. „Wenn wir weiter Frieden haben wollen, müssen wir unsere Erinnerung wachhalten und reflektieren“, so ein Besucher. „Die Vergangenheit in Erinnerung zu halten ist wichtig“, sagt eine junge Besucherin, „weil Geschichte auch die Politik von heute beeinflusst“. Wie sehr dies zutrifft, zeigt nicht nur der Blick zurück auf die Kriege des 20. Jahrhunderts, sondern bewahrheitet sich schmerzlich im Blick auf den aktuellen Krieg in der Ukraine. 
 

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Trailer der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes

Jugendbegegnungsstätte Ysselsteyn

Ysselsteyn ist die einzige deutsche Kriegsgräberstätte in den Niederlanden und flächenmäßig die größte. Mehr als 32.000 Kriegstote sind dort bestattet. Viele „Geschichten hinter dem Kreuz“ wie der Leiter der Bildungsstätte, Sjoerd Ewals, erklärt, sind individuell aufbereitet. Sie  nennen die Toten beim Namen und erzählen ihre Biografie. Aus der Auseinandersetzung mit dem Ort „kann man Lehren ziehen, die zeitlos sind“, ergänzt der pädagogische Mitarbeiter Jan Heemels.

Hier geht´s zum Infofilm der Jugendbegegnungssätte Ysselsteyn

Jugendbegegnungsstätte Golm

Auf der Kriegsgräberstätte Golm auf der Insel Usedom, unmittelbar an polnischen Grenze nahe der Stadt Swinemünde gelegen, sind neben Soldaten auch viele Zivilisten, vorrangig Frauen und Kinder, bestattet. Sie starben bei einem Luftangriff der Alliierten am 12. März 1945. „Die Workshops haben ein Hauptthema, und zwar den Zweiten Weltkrieg und seine verschiedenen Aspekte,“ sagt Kinga Sikora, pädagogische Mitarbeiterin. Darüber hinaus ergänzen Themen der deutsch-polnischen Beziehungen die pädagogischen Angebote in der Jugendbegegnungsstätte.    

Hier geht´s zum Infofilm der Jugendbegegnungssätte Golm

Jugendbegegnungsstätte Lommel

Die Jugendbegegnungsstätte Lommel ist ein Ort, der international große Aufmerksamkeit erfährt: „Hier sind nicht nur 40.000 Tote bestattet, jedes Jahr kommen ungefähr genauso viele Menschen zu Besucher“ berichtet Leiterin Myriam Koonings. „Hier kann man in die Geschichte eintauchen und im Herzen fühlen, was damals passiert ist“, meint die pädagogische Mitarbeiterin Evy Verbiest. Dass die hervorragend aufbereiteten pädagogischen Angebote Lernen mit allen Sinnen ermöglichen, wird vor allem von Lehrkräften sehr geschätzt. 

Hier geht´s zum Infofilm der Jugendbegegnungssätte Lommel

Jugendbegegnungsstätte Niederbronn

„Lernen à la carte“ durch den Einsatz verschiedener Module der Bildungsarbeit, so beschreibt Michel Braesch, pädagogischer Mitarbeiter, die Angebote in der Jugendbegegnungsstätte Albert Schweitzer in Niederbronn-les-Bains. Die Programme werden den Bedürfnissen und Interessen der Gruppen angepasst. Hier im Elsass können Jugendliche mit originalen Dokumenten von Angehörigen der Kriegstoten arbeiten, um „die Steine zum Sprechen zu bringen.“ 

Hier geht´s zum Infofilm der Jugendbegegnungssätte Niederbronn-les-Bains

 

„Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens.“ Diesen Satz von Albert Schweitzer kann man auf vielen unserer Kriegsgräberstätten, auf denen zumeist überwiegend junge Menschen bestattet liegen, lesen. Im Moment ist es nicht leicht, den Mut zum Frieden aufrecht zu erhalten.  Dennoch sind die Volksbund-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter fest davon überzeugt, dass es das Engagement der jungen Generation braucht, um für eine Zukunft in Frieden zu werben. Deshalb lädt der Volksbund auch in diesem Jahr wieder junge Menschen aus ganz Europa ein, die Jugendbegegnungsstätten zu besuchen, an Workcamps teilzunehmen oder mit dem PEACE LINE-Programm Erinnerungsorte in Europa zu besuchen, um aus Geschichte zu lernen und sich für den Frieden stark zu machen. 
 
Mehr Informationen: www.volksbund.de/jugend-bildung
 

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