Nachricht
Auf treuen Förderer ist Verlass
Stiftung Deutscher Offizier Bund spendete seit 2001 knapp 60.000 Euro
22. Oktober 2020

„Helfen – unterstützen – fördern“ ist das Motto der Stiftung Deutscher Offizier Bund (DOB) und erst kürzlich hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wieder davon profitiert: Einen Scheck über 2.000 Euro nahm Präsident Wolfgang Schneiderhan entgegen. Damit sind es 58.000 Euro, die der Volksbund seit 2001 von der Stiftung erhalten hat.

Stefan Dworak, stellvertretender Generalsekretär, dankte für die Unterstützung und sprach von großartigem Engagement. Die Stiftung DOB nannte er einen sehr treuen Förderer, auf den sich der Volksbund seit vielen Jahren verlassen könne.

Eher wenig bekannt, aber dafür äußerst engagiert und effektiv agiert die Stiftung als Institution in einem Netzwerk der Hilfeleistungen. An der Spitze steht das Präsidium, das ausschließlich aus Stabsoffizieren im Ruhestand besteht. Im Beirat der Stiftung engagieren sich unter anderem die Schirmherrin der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des Bundeswehr-Sozialwerks“, Beate Jung, und – ganz aktuell – Prof. Dr. Patrick Sensburg. Er ist Bundestagsabgeordneter, Oberstleutnant der Reserve und Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Der Beirat berät das Präsidium und gibt Anregungen für seine Arbeit.

Neben dem Volksbund profitieren auch andere Vereine und Einrichtungen vom Wirken der Stiftung. Zu ihnen gehören auch die Soldatentumorhilfe der Bundeswehrkrankenhäuser in Berlin, Hamburg, Koblenz und Ulm, die Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien im Bundeswehr Sozialwerk und das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr. Erholungsmaßnahmen für geistig Behinderte fördert die Stiftung ebenfalls. Davon profitieren Wohngruppen und Schulklassen.

Im November 1918 lagen die Anfänge


Namensgeber der heutigen Stiftung war der Deutsche Offizier Bund (DOB), der als eingetragener Verein am 28. November 1918 in Berlin gegründet worden war. Er verstand sich als Interessenvertreter der aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrenden Offiziere in Standes- und Wirtschaftsfragen. In der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 wurde der DOB mit anderen Vereinigungen gleichgeschaltet und schließlich 1943 aufgelöst.

Bei der Neugründung 1953 durch die Offizier Wohlfahrt Gemeinschaft (OWG) in Berlin trat diese die Rechtsnachfolge des DOB an und verwaltete das restliche Vermögen in Form einer Immobilie. Die OWG gründete ihrerseits 1994 die Stiftung Deutscher Offizier Bund, übertrug ihr das Vermögen und löste sich als Verein anschließend auf.

Das Stiftungsvermögen ist von damals zwei Millionen Deutsche Mark auf 1,85 Millionen Euro angewachsen. Erster Vorsitzender der neu gegründeten Stiftung wurde der ehemalige Stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant a.D. Walter Windisch.

Die enge Bindung an die Bundeswehr zeigt nicht zuletzt die Schirmherrschaft, die der Generalinspekteur, General Eberhard Zorn, 2019 übernommen hat. Dem Präsidium gehören an: Oberstleutnant a.D. Nikolaus Graf Adelmann als Vorsitzender des Präsidiums, Oberst a.D. Helmut Kolb als Stellvertreter, Oberstleutnant a.D. Ludwig Simmel als Schatzmeister und Oberstleutnant a.D. Günther Geprägs als Beisitzer. Sie bilden das Kompetenz- und Entscheidungsgremium. Ehrenvorsitzender der Stiftung ist ihr langjähriger Präsidiumsvorsitzender Hauptmann a.D. Dieter Herzing.

Die Mittel für das gemeinnützige und mildtätige Wirken der Stiftung DOB stammen ausschließlich aus Kapitalerträgen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.stiftung-dob.de.

Christiane Deuse
Redakteurin
+49 (0) 561-7009-281