Nachricht
Erweiterungsbau der Jugendbegegnungsstätte Albert-Schweitzer in Niederbronn-les Bains eingeweiht
Gleichzeitig mit der Feier ihres 25-jährigen Bestehens hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. am vergangenen Samstag die grundsanierte und durch ein neues Gebäude erweiterte Jugendbegegnungsstätte (JBS) „Albert-Schweitzer“ eingeweiht.
20. Mai 2019
  • Baden-Württemberg

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren rund 300 Gäste versammelt, um die Einweihung zusammen mit jungen Menschen vom BIZ Bildungszentrum Weissachertal, dem College Jacques Brel aus Chazelles sur Lyon, sowie von der Otto-Graf-Realschule Leimen mitzuerleben. Die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits in den vorangegangenen Tagen in vier künstlerischen workshops mit den Themen Frieden und Europa beschäftigt. In Form einer Performance präsentierten die Realschüler aus Leimen auf der unmittelbar neben der JBS gelegenen Kriegsgräberstätte ihren gemeinsamen Wunsch, in einem friedlichen Europa zusammenleben zu können. Schon zuvor hatten drei Schüler aus Leimen bei der Einweihungsfeier ihre Erkenntnisse vorgetragen, die sie während des Aufenthalts in der Jugendbegegnungsstätte gewonnen hatten, und ein sehr bemerkenswertes Gemälde ihrer Mitschülerin Susanne Besuchow als Geschenk an die JBS Albert-Schweitzer überreicht.

In ihren Ansprachen, die vom ökumenischen Chor Niederbronn umrahmt wurden, legten sowohl Bürgermeisterin Anne Guiller, als auch der Landesvorsitzende des Volksbundes in Baden-Württemberg Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, den Akzent auf den unschätzbaren Wert der Europäischen Union, deren Ziel bereits bei der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft nicht nur ein ökonomisches sondern auch ein zivilisatorisches war. Allzu leicht werde übersehen, dass schon über siebzig Jahre lang Frieden herrsche zwischen den Mitgliedern dieses Staatenverbunds. „Die Europäische Union stellt ein System der friedlichen Selbstbindung dar, das einzigartig in der Geschichte ist“, sagte der Minister und fügte hinzu, dass dieses Haus, diese Begegnungsstätte für Jugendliche aus Frankreich und Deutschland, aber auch darüber hinaus, für die europäische Idee stehe.

Landrat Richard Reisinger, Vizepräsident des Volksbundes, dankte abschließend der Bürgermeisterin der Stadt Niederbronn-les-Bains für die hervorragende und unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Realisierung des Bauprojektes. Er bedankte sich im Namen des Volksbundes für die finanzielle Förderung durch das Land Baden-Württemberg mit 200.000 Euro, die eine Förderung in gleicher Höhe durch das Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend ermöglicht habe. Der größte Teil der Baukosten von insgesamt 2,4 Mio. Euro sei jedoch vom Volksbund mit den Spenden und Zuwendungen seiner Mitglieder und Spender aufgebracht worden, denen besonderer Dank gebühre, so Reisinger. Zum Schluss zeichnete Vizepräsident Reisinger zwei über Jahrzehnte in der Jugend- und Schularbeit des Volksbundes ehrenamtlich tätige Mitglieder mit dem Ehrenkreuz des Volksbundes in Gold aus: Heinz Bode aus dem Landesverband Niedersachsen und Dr. Helmut Veitshans aus dem Landesverband Baden-Württemberg.