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Prinz Charles spricht beim Volkstrauertag
Der Prinz von Wales steht bei der Zentralen Gedenkstunde im Bundestag im Mittelpunkt
10. November 2020

Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales, ist der Gedenkredner bei der Zentralen Veranstaltung zum Volkstrauertag am 15. November im Bundestag. Sie wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert und teilweise per Videobeitrag präsentiert. Von 13.30 Uhr an überträgt das ZDF an diesem Sonntag live aus dem Plenarsaal.

Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der Königlichen Familie an der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Deutschland teilnimmt. Allerdings hat der Prinz von Wales enge persönliche Beziehungen zu Deutschland – auch durch sein Elternhaus. Mehr als 30 Mal war er schon zu Gast und spricht selbst gut deutsch. Seine Bereitschaft, die Rede zu halten, zeigt, dass ihm das gemeinsame Gedenken wichtig ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Prinzen von Wales auf Anregung des Volksbundes hin eingeladen. In der Gedenkstunde soll das alliierte Engagement gewürdigt werden: bei der Befreiung Europas von der NS-Besatzung sowie beim Wiederaufbau, der Re-Demokratisierung und späteren Wiedervereinigung Deutschlands. In der Kriegsgräberfürsorge wie auch in vielen Begegnungs- und Bildungsprojekten mit historisch-politischen Inhalten arbeiten die deutsche und die britische Seite eng zusammen – auf Länderebene und weltweit.

Impulse junger Menschen als Ergänzung

Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volksbundes, hält die Begrüßungsansprache. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Volksbundes, spricht das Totengedenken. Zum Programm gehören neben der Gedenkrede inhaltliche Impulse junger Menschen aus Großbritannien, Israel, Moldawien und Deutschland. Das Musikkorps der Bundeswehr und eine Solistin begleiten die Veranstaltung musikalisch.

Jedes Jahr legt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den inhaltlichen Fokus im Plenarsaal auf bestimmte historische Gedenktage und Themen. 2020 – 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges – sind es die deutsch-britischen Beziehungen, die sich von der Feindschaft in beiden Weltkriegen zu Freundschaft und Zusammenarbeit entwickelt haben.

Die Generalsekretärin des Volksbundes, Daniela Schily, erklärte dazu: „Dieses Jahr ist für uns alle herausfordernd. Dass Prinz Charles sich dennoch bereitgefunden hat, zum Volkstrauertag zu sprechen, ist ein besonderes Zeichen der in die Zukunft gerichteten Versöhnung zwischen unseren Völkern. Die Briten sind 1945 als Sieger gekommen, aber als Freunde geblieben.“

Aufgrund der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr weitaus weniger Gäste im Plenarsaal dabei sein können –  die aktuellen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen geben den Rahmen vor. Die Feierstunde am 15. November ab 13.30 Uhr wird  live vom ZDF übertragen und ist außerdem auf Phoenix und im Bundestagsfernsehen zu sehen.

Vorab beleuchtet der Volksbund die deutsch-britische Zusammenarbeit in einem kurzen Hörfunk-Beitrag.

Aktion Vergissmeinnicht

Das deutsch-britische Gedenken begleitet der Volksbund zum Volkstrauertag mit einem besonderen Symbol, bei dem Vergissmeinnicht und Mohnblumen (Poppys) im Mittelpunkt stehen. Diese Blüten in Blau und Rot schmücken einen Kranz, der in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche errichtet wird. Vergissmeinnicht sind in Deutschland, Mohnblumen in den Commonwealth-Staaten Symbolblumen für das Gedenken an alle Kriegstoten.

Sie können die Aktion "Vergissmeinnicht" und die Arbeit des Volksbundes mit einer Spende unterstützen – per Überweisung, Bankeinzug oder telefonisch. Seine Arbeit finanziert der Volksbund als gemeinnütziger Verein vor allem aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Mehr Informationen finden Sie unter www.volksbund.de/helfen.

Diane Tempel-Bornett
Pressesprecherin
+49 (0) 561-7009-139