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Zusammenarbeit am Gründungstag bekräftigt

OB Reinwald dankt Otto- Graf- Realschule für Engagement in der Erinnerungs- und Demokratiearbeit

Am Montag trafen sich auf Einladung von OB Hans D. Reinwald Vertreter der Otto- Graf- Realschule Leimen und des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Anlass war die Gründung des Volksbunds am 16. Dezember vor einhundert Jahren. Bei diesem Treffen würdigte Reinwald die Zusammenarbeit der Otto- Graf- Realschule mit dem Volksbund.

Seit über zwei Jahren fahren Schülerinnen und Schüler der Realschule für mehrere Tage zur Jugendbegegnungsstätte des Volksbunds „Centre Albert Schweitzer“ nach Niederbronn-les-Bains.  Neben der Begegnungsstätte unterhält der Volksbund eine Kriegsgräberstätte mit 15.458 Kriegstoten. Unter pädagogischer Anleitung  setzen sich die Jugendlichen angesichts der dort befindlichen Kriegsgräber mit der Vergangenheit auseinander und machen sich der Ursprünge und Auswirkungen von Krieg und Gewaltherrschaft bewusst. Dabei werden immer wieder aktuelle Fragestellungen aufgeworfen, die die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholen und ihnen zeigen, wie wichtig und hilfreich es ist, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, um die heutige Welt zu verstehen. Deswegen fahren die Schülerinnen auch zur KZ-Gedenkstätte Natzweiler Struthof und ins Europaparlament in Straßburg. Diese Fahrten werden mit einem Gang auf den Leimener Bergfriedhof und dem Besuch der dortigen Kriegsgräber durch Mitarbeiter des Volksbunds vorbereitet.

Die beiden verantwortlichen Lehrer Martin Kohler und Andrea Wilde erklärten beim Empfang des OBs, dass der gesetzliche Auftrag der Friedens- und Demokratieerziehung besonders lebendig an außerschulischen Lernorten schülernah und aktivierend umgesetzt werden könne. Angesichts immer seltener werdender Augenzeugenberichte sei es zwingend notwendig und für beide Lehrkräfte eine Herzensangelegenheit, Schülern den hohen Stellenwert des Friedens in Europa zu vermitteln.

Schulleiter Martin Albrecht bekräftigte dies und zeigte sich erfreut, dass sich seine Schüler mit Unterstützung des Volksbunds so aktiv mit der Vergangenheit befassen. Er wies u.a. auf die Erfolge beim Comicwettbewerb und die Teilnahme seiner Schüler bei der Wiedereröffnung der Begegnungsstätte in Niederbronn in diesem Jahr hin. Eine Fotografie des Bildes, welches die Schülerinnen bei diesem Fest dem Centre Albert Schweitzer geschenkt hatten, zusammen mit einem Text über Krieg und Frieden, überreichte OB Reinwald dem Volksbund. In seiner Ansprache unterstrich er die Wichtigkeit des Volksbunds für die Erinnerungs- und Friedensarbeit. Weil es fast keine Zeitzeugen mehr gäbe, müssten die Jugendliche zu den Stätten fahren, die die Folgen der beiden Weltkriege erfahrbar machen, so das Stadtoberhaupt.

Die beiden Vertreter des Volksbunds freuten sich, dass durch diese Einladung zum Gründungstag die Arbeit ihres gemeinnützigen Vereines durch die Stadt Leimen gewürdigt wurde. Auch wurde durch die Übergabe der Collage die Zusammenarbeit zwischen Otto- Graf- Realschule und dem Volksbund bekräftigt.