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Bankangestellte aus London pflegen Kriegsgräber auf Guernsey

Premiere hinterlässt tiefen Eindruck – Kranzniederlegung zum Abschluss mit Deutschem Honorarkonsul Christopher Betley

Von einem „bewegenden und unvergesslichen Ereignis” war die Rede und das, obwohl es um einen schweißtreibenden Arbeitseinsatz ging – an ungewöhnlichem Ort und in ungewöhnlicher Besetzung: Fünf Bankangestellte aus London und von Guernsey pflegten deutsche Kriegsgräber auf der zweitgrößten britischen Kanalinsel. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte den Einsatz organisiert.
 

„Auf dem britischen Garnisonfriedhof in Fort George bei St. Peter Port ruhen 23 Soldaten aus dem Ersten und 113 aus dem Zweiten Weltkrieg – die meisten von ihnen Deutsche”, erklärt Michael Oswald. Der Oberstleutnant a.D. ist Bundeswehrbeauftragter des Volksbundes für Hamburg und Schleswig-Holstein, begleitete das ungewöhnliche Projekt und hatte es vorbereitet. Engagement für einen guten Zweck ist für die Londoner „Barclays Bank” zwar nichts Ungewöhnliches, doch diese Premiere hinterließ einen tiefen Eindruck.

Aus Sicht der Bank war der Einsatz ein großer Erfolg, was nicht nur die Berichterstattung in den Medien und in den sozialen Netzwerken belegt. Von äußerst positiven Rückmeldungen der Kollegen, vor allem der örtlichen Länderchefin und des Managing Directors, Michael Manna, aus London war die Rede. Besonders die von Tim Osborne vorgetragenen Geschichten über einige gefallene Soldaten auf dem Friedhof empfand die Gruppe als sehr bewegend.  Die Verantwortlichen der „Barclays Bank” dankten dem Volksbund: „Wir hoffen, dass auch der Volksbund und die ‘Commonwealth War Graves Commission’ als britische Partner von dem Projekt so sehr profitiert haben wie wir”.

Über Presse und Fernsehen

Ein leitender Mitarbeiter der Bank war 2018 durch einen Artikel der „Guernsey Press“ und einen Fernsehbericht auf die Kriegsgräberstätte Fort George aufmerksam geworden – und damit war die Idee geboren, sich mit dem Volksbund in Verbindung zu setzen, um einen Arbeitseinsatz auf dem Friedhof zu planen. Lange vorbereitet und (wegen Corona) mehrfach verschoben, war es in diesem Sommer so weit.

Die kleine Gruppe traf sich mit Michael Oswald und einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung auf der Kriegsgräberstätte und legte sich ins Zeug. Am Sonntag danach setzte eine Kranzniederlegung mit dem Deutschen Honorarkonsul, Christopher Betley, den Schlusspunkt.
 

Mit Schicksalen auseinandersetzen

„Es kommt nicht auf die Zahl der Teilnehmer oder die Arbeitszeit an, sondern darauf, dass sich Menschen mit den Schicksalen gefallener Soldaten befassen und das durch ihr Engagement zum Ausdruck bringen“, betonte Michael Oswald. „Wenn man nicht über Zahlen spricht, sondern über Biographien, wird das Grauen des Krieges besonders deutlich. An Orten wie diesem wird der Krieg konkret.”

Es gehe um Menschen, die liebten und geliebt wurden, die Pläne hatten und ein friedliches Leben führen wollten, so der Bundeswehrbeauftragte – um Menschen, die aufeinander schossen, ohne sich zu kennen, und die persönlich nichts gegeneinander hatten. „Das alles erschüttert uns auch heute noch. Aber bei Betroffenheit dürfen wir es nicht belassen. Wir sind es den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft schuldig, sie nicht zu vergessen und innerhalb unserer Möglichkeiten für eine friedliche Zukunft zu tun, was wir können.“ Darin waren sich alle einig, die an diesem ungewöhnlichen Projekt beteiligt waren.

Kontakt
 

Freiwillig Gräber pflegen

In der Regel sind es Jugendliche und junge Erwachsene, die im Rahmen von Workcamps Kriegsgräber pflegen, sowie Soldaten und Reservisten der Bundeswehr. Doch es gibt noch ein weiteres Angebot: Erwachsene ab 30 Jahren lädt der Volksbund ein, an organisierten Reisen ins Ausland mit Pflegeeinsätzen teilzunehmen. Mehr dazu erfahren Sie hier: Freiwillige Arbeitseinsätze – Gemeinnützig aktiv.

 

 

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