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Haus- und Straßensammlung: gute Beispiele, großer Dank

Zwischen Küste und Alpenrand läuft die wichtigste Volksbund-Spendenaktion des Jahres

Sie sind wieder unterwegs, die Sammlerinnen und Sammler. Sie gehen von Haus zu Haus, stehen auf Marktplätzen und an Friedhöfen oder stellen bei Veranstaltungen Dosen auf. Seit dem 1. September läuft mit der Haus- und Straßensammlung die wichtigste Spendenaktion im Jahr zur Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Wir zeigen gute Beispiele von der Küste bis an die Alpen und ergänzen diesen Überblick in den kommenden Wochen nach und nach.
 

Enorme Großzügigkeit in Mali

Mit der Feldpost hatte der Volksbund drei Sammeldosen nach Mali geschickt. Sie füllten sich in Rekordzeit: Rund 3.200 Euro kamen innerhalb von zwei Stunden in Gao vor der Truppenküche zusammen. „Es ist unglaublich, mit welcher Großzügigkeit gegeben wurde“, kommentierte das Bernhard Diehl, Geschäftsführer des Bezirksverbands Südbaden-Südwürttemberg in Konstanz. Ihn hatte Roland Berr, Oberstabsfeldwebel a.D., mit der Bitte um die Dosen kontaktiert. Berr, der in Lenzkirch im Schwarzwald zu Hause ist, nimmt derzeit an einer Wehrübung im Norden des Landes teil.

Zum Sammelteam gehörte auch der Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontingents MINUSMA in Gao, Oberst Rüdiger Beiser, und weitere Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade. Dort beteiligen sich bis zu 1.400 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an der UN-Mission. Seit 2013 sind sie in Mali im Einsatz, der im Mai 2024 enden soll.

„Manche haben hohe Geldbeträge in die Büchsen gesteckt und viele haben buchstäblich ihre letzten Euros gegeben, denn Bargeld braucht man hier eher selten”, berichtete Roland Berr. Er ist noch bis März mit dem Jägerbataillon 292 in Mali, das zur Deutsch-Französischen Brigade gehört und in Donaueschingen stationiert ist. Bis 2017 war er Kompaniefeldwebel im Jägerbatallion. Die Dosen sind inzwischen per Feldpost zurück, das Geld ist überwiesen.

„Feldsammlung” bei Übungswoche

Zur Haus- und Straßensammlung kommt die „Feldsammlung”: Während der Übungswoche der Heimatschutz Kompanie KÜSTE, beheimatet im ostfriesischen Wittmund, ging auf dem Standortübungsplatz Brockzetel die Spendendose bei der Mittagspause von Hand zu Hand. „Die Kameraden haben fleißig gespendet”, berichtete Holger Haake. Der Oberstabsgefreite ist langjähriges Volksbund-Mitglied und beorderter Reservist.

Sachsen: gutes Dutzend in Dresden

Beim Sammlungsauftakt in Sachsen war ein gutes Dutzend Unterstützerinnen und Unterstützer auf dem Dresdener Neumarkt unterwegs. Sie brachten es in etwa einer Stunde auf rund 600 Euro. Eingeladen hatten die Vorsitzende des Volksbund-Landesverbandes, Andrea Dombois (Erste Vizepräsidentin des Landtags), und Dr. Dirk Reitz als Geschäftsführer.

Am erfolgreichsten war der zweite Vizepräsident des sächsischen Landtags, Stabsfeldwebel a.D. André Wendt: Fast 130 Euro füllten seine Sammeldose. Das Luftwaffenmusikkorps aus Erfurt begleitete den Beginn der Aktion zugunsten der Volksbund-Arbeit mit einem Platzkonzert zwischen Frauenkirche und Lutherdenkmal.  

Bremen: Prominenz im Einsatz

Es ist ein deutliches Zeichen, wenn prominente Gesichter beim Sammlungsauftakt der Volksbund-Einladung folgen und um Spenden und Unterstützung werben. So geschehen auch in Bremen, wo Frauen und Männer aus Politik, Kultur und Verwaltung in der Innenstadt unterwegs waren. Auch die Bundeswehr und der Bremer Polizei waren dabei.

Landesgeschäftsführer Matthias Sobotta und der Landesvorsitzende Dietmar Werstler sprachen von einem sehr guten Start für Bremen und Bremerhaven und freuten sich über das gute Ergebnis: Mehr als 1.000 Euro waren in knapp zwei Stunden zusammengekommen.

Thüringen: mit Pauken und Trompeten

Tradition hat sie in diesem Bundesland noch nicht – die Auftaktveranstaltung zum Beginn der Haus- und Straßensammlung. Das soll sich ändern, ist der Wunsch des Landesverbandes Thüringen. Entsprechend wurde der Auftakt wortwörtlich mit Pauken und Trompeten angekündigt. In Bad Frankenhausen versammelten sich Musikbegeisterte zum einstündigen Konzert des Luftwaffenmusikkorps Erfurt auf dem Marktplatz.

Bürgermeister Matthias Strejc, der Standortälteste Oberstleutnant Sven Heidel und Henrik Hug, Geschäftsführer des Volksbund-Landesverbandes, begrüßten Publikum und Orchester. Soldatinnen und Soldaten des Bundeswehrstandorts Bad Frankenhausen unter der Leitung von Stabsfeldwebel Steffen Ebert zogen mit Spendendosen durch die Reihen. Der MDR berichtete im „Thüringen-Journal” (ab Minute 8:13)

Viel Zuspruch in Hof

Beeindruckt von der Resonanz waren Soldaten, die im nordbayerischen Hof unterwegs waren. Thomas Brecht, Oberstleutnant d.R., verwies darauf, dass viele Spenderinnen und Spender „russische“ Wurzeln hatten und sich außerordentlich spendabel zeigten. In persönlichen Gesprächen hätten alle ihr Unverständnis für die Lage in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Damit sahen die Sammler einen der Leitsätze des Volksbundes bestätigt: „Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“.

Von Bundeswehr-Standort Hof aus waren die Soldaten von Haus zu Haus gegangen. Wo sie niemanden antrafen, warfen sie Briefe mit Überweisungsträgern und persönlichen Worten des Standortältesten ein. Damit setzten sie eine Aktion des Vorjahres fort. Auch Stabsfeldwebel d.R. Bernd Hecke und die Reservistenkameradschaft Hof waren unterwegs – unter anderem am Stadtfriedhof.

 

Stuttgart: Ministerin sagt danke!

Das motiviert und spornt an: Bei der Auftaktveranstaltung in Stuttgart lobte Justizministerin Marion Gentges die Volksbund-Arbeit und sprach dem Verein ihren Dank aus. Guido Wolf hielt als Mitglied des Landtags und als Vorsitzender des Landesverbandes eine kurze Rede. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Heeresmusikkorps Ulm. Außerdem gehen auch in Baden-Württemberg Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten mit Sammeldosen für den Volksbund auf die Straße. Und einen dritten Beitrag leistete die Bundeswehr, um die wichtigste Volksbund-Aktion im Jahr zu unterstützen: Aus der Feldküche gab es Erbseneintopf zum Auftakt in Stuttgart. Das Regionalfernsehen berichtete.

Auftakt Schwerin: Spenden für Friedhof

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Reinerlös in diesem Jahr für die deutsche Kriegsgräberstätte im polnischen Stare Czarnowo (früher: Neumark) südöstlich von Stettin bestimmt. Es ist der letzte von 13 Zubettungsfriedhöfen in Polen. Bis zu 32.500 Kriegsopfer können hier beigesetzt werden – Soldaten und Zivilisten, die zum Beispiel bei der Flucht ums Leben kamen, wie Landesgeschäftsführer Karsten Richter erklärte. Zum Auftakt auf dem Schweriner Marienplatz unterstützten den Volksbund unter anderem Oberbürgermeister Rico Badenschier, Polizeichef Nils Rosada sowie Ex-Stadtpräsident Stephan Nolte. Als Kreisvorsitzender des Volksbundes Schwerin hielt er die Eröffnungsrede. Der NDR berichtete im „Nordmagazin”.

Landesweit beteiligen sich an der Sammelaktion mehr als 500 Ehrenamtliche – unter ihnen viele Angehörige der Bundeswehr sowie Schülerinnen und Schüler. 2021 waren in Mecklenburg-Vorpommern trotz Corona-Beschränkungen rund 39.000 Euro zusammengekommen.

München: Gebirgsmusikkorps stimmt ein

Aus Garmisch-Patenkirchen waren die Musikerinnen und Musiker angereist, um auf dem Marienplatz in München auf die Sammlung einzustimmen. Traditionell lässt der Bezirksverband München dort die Herbstaktion mit einem Standkonzert beginnen. Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr trat in voller Stärke auf und spielte bei herrlichem Sonnenschein traditionsreiche Märsche und begeisterte damit das Publikum.

Der Bezirksverband dankte dem Musikkorps unter der Leitung von Hauptmann Rudolf Piehlmayer – ebenso wie Stadtrat Fabian Ewald für die Begrüßung im Namen der Landeshauptstadt München und Eva Gottstein, der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt. Sie hatte spontan ein Grußwort gehalten. Ein besonderer Dank gilt allen Sammlerinnen und Sammlern sowie allen Aktiven im Volksbund für dieses gelungene Event!

Würzburg: Blasmusik auf dem Marktplatz

Musikalisch eröffnete der Bezirksverband Unterfranken in Würzburg die Sammlung im nördlichsten Regierungsbezirk Bayerns. Zwischen Aschaffenburg, Rhön und der fränkischen Weinregion entlang des Mains sind zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für den Volksbund unterwegs. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehrstandorte Wildflecken, Hammelburg, Volkach und Veitshöchheim unterstützen die Sammlung ebenfalls.

Zum Auftakt auf dem Markt in Würzburg spielte das Heeresmusikkorps Veitshöchheim. Während der einstündigen Aktion landeten rund 950 Euro in den Sammelbüchsen von Landrat Thomas Eberth, Bürgermeisterin Judith Jörg, Bundestagsmitglied Patrick Friedl und Brigadegeneral Michael Podzus sowie der Vorstandmitglieder und ehrenamtlichen Helfer des Bezirkverbands Unterfranken.

„Bürgerwehr-Schützen-Compagnie”

Eindrucksvolles Bild im Schwabacher Rathaus: Zum Auftakt der Sammlung in Mittelfranken empfing Bürgermeister Emil Heinlein Abordnungen der „Historisch Königlich Bayerischen Bürgerwehr-Schützen-Compagnie” und der 8. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillon aus Roth. Gemeinsam mit Bezirksgeschäftsführer Dirk Mewes dankte der Rathauschef den Sammlern für ihren langjährigen Einsatz für den Volksbund. 

21 Soldaten aus Roth hatten schon am 26. September gesammelt – mit stolzem Ergebnis: Mehr als 850 Euro waren zusammengekommen. Die „Historisch Königlich Bayerische Bürgerwehr-Schützen-Compagnie” sammelt am 30. Oktober und 1. November auf dem Waldfriedhof Schwabach.

„Blaulichtkaffee“ beim NATO-Einsatz

„Im deutschen Feldjägereinsatzkontingent in Sliač in der Slowakei wurden in den vergangenen Tagen 800 Euro für den Volksbund gesammelt – eine tolle Summe, finde ich”, berichtet Joachim Schmidt. Der Oberstleutnant a.D. ist beim Volksbund Bundeswehrbeauftragter für das Ausland. Die Bundeswehr beteiligt sich aktuell mit Luftverteidigungs- und Infanteriekräften an der NATO-Präsenz in Ost-, Zentral- und Südosteuropa.

Die Feldjäger und die deutschen Sanitäter laden monatlich zum „Blaulichtkaffee“ ein und sammeln dabei für gute Zwecke. Ende September waren die Spenden für den Volksbund gedacht.

Hessen: Auftakt mit Konzerten

Der Landtag in Wiesbaden und die Markuskirche in Kassel bildeten den Rahmen für einen musikalischen Auftakt in Hessen: In der Kirche spannte das Heeresmusikkorps Kassel der Bundeswehr den Bogen von Mozart bis zur Filmmusik zu „Fluch der Karibik”. In Wiesbaden begrüßten Landtagspräsidentin Astrid Wallmann als neue Schirmherrin des Landesverbandes und der Vorsitzende, Staatsminister a. D. Karl Starzacher, zahlreiche Gäste zum Benefizkonzert.

„Die Pflege der Erinnerungskultur braucht unsere tatkräftige Unterstützung – auch in Form von Spenden”, sagte Astrid Wallmann und verwies auf die vielfältige und wichtige Arbeit des Volksbundes. „Gerade nach der zweijährigen, durch die Pandemie bedingten Zwangspause, freut es mich besonders, dass wir an die langjährige Tradition dieses Konzertes endlich wieder anknüpfen können.“ Ausführliche Berichte finden Sie hier:
aus Wiesbaden
aus Kassel

Nordrhein-Westfalen: Dank stimmt ein 

Gut zwei Wochen vor dem Auftakt in Nordrhein-Westfalen stand Anerkennung für ehrenamtlichen Einsatz 2021 im Mittelpunkt: Mehr als 40 Sammlerinnen und Sammler waren zu Gast im Landtag. Dort dankten ihnen Landtagsvizepräsident Rainer Schmeltzer und Thomas Kutschaty als Vorsitzender des Volksbund-Landesverbandes für ihr Engagement – stellvertretend für alle Sammlerinnen und Sammler, die sich im vergangenen Jahr für den Volksbund engagiert hatten.

371.283 Euro waren zusammengekommen – trotz der Pandemie-Beschränkungen und der Hochwasserkatastrophe. Mehr als 91.000 Euro gingen auf das Konto der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, gut 48.500 Euro auf das Konto des Reservistenverbandes. Gleichzeitig riefen die Gastgeber im Landtag zur Unterstützung der diesjährigen Sammlung vom 15. Oktober bis 30. November auf.
 

Dreifacher Aufruf vom 1. September

Generalinspekteur Eberhard Zorn, Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan und Patrick Sensburg, Präsident des Verbands der Reservisten, hatten am 1. September in offenen Briefen dazu aufgerufen, in den kommenden Wochen und Monaten Spenden für den Volksbund zu sammeln: „Aufruf zur Haus- und Straßensammlung: ‛kostbarer Beitrag‛“
 

Digitale Spendendose

Im ersten Corona-Jahr in Umlauf gebracht, kursiert sie auch weiterhin und füllt sich stetig: die digitale Spendendose, mit der Sie jederzeit und überall helfen können. Der Volksbund finanziert seine Arbeit überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
 

Sammeln – wie ist das so?

Wie es ist, mit Spendendose oder -liste unterwegs zu sein oder jemanden dabei zu begleiten, lesen Sie in diesen Artikeln:
Und abends wieder Zivilist ...” (FRIEDEN 2-2022, S.32-34)
„Die kleinen Kniffe eines großen Sammlers”
Wenn Sie für den Volksbund sammeln möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Kommune. Dort erhalten Sie Sammelausweis und -liste.

 

Zeiträume der Landesverbände

Baden-Württemberg: 17.10. bis 20.11.

Bayern: 14.10. bis 1.11.

Berlin: 15.10. bis 30.11.

Brandenburg: 1.11. bis 30.11.

Bremen: 1.11. bis 30.11.

Hamburg: 8.10. bis 21.11.

Hessen: 3.10. bis 20.11.

Mecklenburg-Vorpommern: 24.10. bis 20.11.

Niedersachsen: 1.9. bis 31.12.

Nordrhein-Westfalen: 15.10. bis 30.11.

Rheinland-Pfalz: 31.10. bis 25.11.

Saar: 22.10. bis 20.11.

Sachsen: 24.10. bis 13.11.

Sachsen-Anhalt: 13.10. bis 13.11.

Schleswig-Holstein: 28.10. bis 26.11.

Thüringen: 24.10. bis 13.11.
 

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