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Papa, wo bist Du?
Zeitzeugin Annemarie Hommel verlor ihren Vater im Zweiten Weltkrieg
08. Januar 2021

„Das weiß ich noch, als wäre es gestern gewesen“ – im Gespräch mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges begegnet uns dieser Satz immer wieder. Annemarie Hommel aus Kassel gehört zu einem Quartett, das wir kürzlich befragt haben.

Erinnerungen an heulende Sirenen während eines Luftangriffs, die hastige Flucht in einen schützenden Bunker, Angst um die Existenz der Familie. Traumatische Erfahrungen aus den Kriegsjahren verblassen nur langsam, wenn überhaupt. Der schmerzliche Verlust des geliebten Vaters oder Großvaters sitzt bei vielen bis heute sehr tief.
All dies erlebte auch die Zeitzeugin Annemarie Hommel. Die 81-Jährige Kasselerin erzählt dem Volksbund im Videointerview von ihren Erinnerungen an das Kriegsende und wie sie den Tod ihres Vaters - er wurde im Februar 1945 eingezogen und gilt bisher als vermisst - verkraftete.

Auf Spurensuche

Der Volksbund überprüft derzeit die Spuren des vermissten Vaters Friedrich Johannes Mahler, doch leider konnte er bisher nicht gefunden werden. Nach dem Interview meldete sich Annemarie Hommel mit einer Zuschrift an den Volksbund, die gerade in aktuellen Coronazeiten Mut macht und viel Hoffnung schenkt.

Das Interview wurde vom Landesverband Hessen initiiert und von Dr. Bettina Dodenhoeft (Vertreterin der Regionalbeauftragten Hessen Nord) und Social Media Redakteurin Simone Schmid geführt. 
 


Digitale Spendendose


Erstmals hat der Volksbund – auch mit Blick auf die Pandemie-Beschränkungen während der Haus- und Straßensammlung – eine digitale Spendendose auf den Weg gebracht, die weiter im Umlauf ist und bleibt. Telefonisch und per Überweisung können Sie den Volksbund ebenfalls unterstützen. Der gemeinnützige, über 100 Jahre alte Verein finanziert seine Arbeit etwa zu zwei Dritteln aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Simone Schmid
Referentin Kommunikation/Social Media
+49 (0) 561-7009-283